Konjunkturerwartungen

ZEW-Index: Stärkster Einbruch seit zwei Jahren

Mannheim - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich wegen der internationalen Krisenherde und der Wirtschaftssanktionen gegen Russland im August viel stärker eingetrübt als erwartet.

Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte Konjunkturindikator brach zum Vormonat um 18,5 Punkte auf 8,6 Zähler ein, wie das Institut am Dienstag in Mannheim mitteilte. Dies ist der achte Rückgang in Folge und der stärkste Einbruch seit Juni 2012. Der Index steht außerdem so tief wie seit Dezember 2012 nicht mehr. Bankvolkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 17,0 Punkte gerechnet.

Neben den Konjunkturerwartungen verschlechterte sich im August auch die Beurteilung der aktuellen Lage. Sie fiel um 17,5 Punkte auf 44,3 Zähler. Hier hatten Volkswirte nur mit einem Rückgang auf 54,0 Punkte gerechnet. Die enttäuschenden ZEW-Daten knüpfen an eine Reihe von unerwartet schwachen Konjunkturdaten aus der größten europäischen Volkswirtschaft an. Volkswirte wollen ein leichtes Schrumpfen der deutschen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal nicht mehr ausschließen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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