Weitere Standorte bei NSN bedroht

Düsseldorf - Der Netzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) könnte nach dem Aus für seine Service-Tochter und der Schließung der Niederlassung in Bruchsal im kommenden Jahr weitere Standorte in Deutschland schließen oder verkaufen.

Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ ist vor allem der Standort Berlin mit 1.000 Arbeitsplätzen bedroht.

Von den gut 1.000 NSN-Arbeitsplätzen in Berlin zählen nach Angaben des Magazins rund 800 zu den Geschäftsbereichen optische Netzwerke und Business Support Systems, die NSN verkaufen will. „Bei nur noch 200 verbleibenden Arbeitsplätzen würde über jedem Standort das Damoklesschwert schweben“, sagte der NSN-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Clemens Suerbaum der „Wirtschaftswoche“.

Die Mitarbeiter des Berliner NSN-Werkes wollen am Montag (10. Dezember) gegen den drohenden Verlust ihrer Arbeitsplätze protestieren. Im Anschluss an eine Betriebsversammlung wollen rund 600 Beschäftigte zu dem Werk am Siemensdamm in Spandau ziehen, um für den Erhalt des Standortes zu kämpfen, wie ein Sprecher der IG Metall am Samstag mitteilte. Am Donnerstag (13. Dezember) wollen auch die Mitarbeiter des Werkes in Bruchsal bei Karlsruhe auf die Straße gehen. NSN hatte im Frühjahr angekündigt, 2.900 Stellen in Deutschland zu streichen.

dapd

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