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Audi-Chef erwartet Konsolidierung bei Autobauern und Zulieferern

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Audi-Chef Markus Duesmann sieht sein Unternehmen im VW-Konzernverbund auch für die Zukunft gut aufgestellt.
Audi-Chef Markus Duesmann sieht sein Unternehmen im VW-Konzernverbund auch für die Zukunft gut aufgestellt. © Peter Kneffel/dpa

Die Autobranche steht vor einem großen Umbruch. Der Umstieg auf die Elektromobilität könnte ungewohnte Energien freisetzen - oder zum Aus führen.

Ingolstadt - Audi*-Chef Markus Duesmann erwartet bald weitere Fusionen und Übernahmen in der Autoindustrie. Mit dem Umstieg zur Elektromobilität könnte „eine gewisse Konsolidierung stattfinden“, sagte er am Freitag in Ingolstadt. Sie werde nicht nur bei den Getriebeherstellern und anderen Zulieferern Konsequenzen haben, die stark am Verbrenner hängen, sondern „auch bei den Automobilherstellern.

Der Wandel sei dramatisch. „Sie werden als kleiner Automobilhersteller nicht alles alleine stemmen können“, sagte Duesmann. Für den einen oder anderen sehe er „die Gefahr, dass er in eine Kooperation gehen muss“.

Audi: Neue Rekordgewinne denkbar

Für Audi dagegen seien im VW-Konzern* langfristig neue Rekordgewinne denkbar, weil das E-Auto weniger komplex sei als ein Benziner oder Diesel. Entscheidend sei die Entwicklung der Batteriekosten. Es sei denkbar, dass Audi mit E-Autos „eines Tages mehr Geld verdienen wird als wir je mit Verbrennern verdient haben“. Im laufenden Jahr rechnet Audi mit einem Gewinn von 7 bis 9 Prozent vom Umsatz, langfristig mit 9 und 11 Prozent.

Audi will ab 2026 neue Modelle nur noch als vollelektrische Batterieautos auf den Weltmarkt bringen und Verbrenner ab 2033 nur noch „in China* für China“ bauen, sagte Duesmann. „Der chinesische Markt entwickelt sich toll.“ Mit dem Umstieg von Verbrenner- auf Elektroautos dürften sich die Verkaufszahlen in den verschiedenen Märkten verschieben. Aber auch in den USA* erwarte er eine steigende Nachfrage nach E-Autos.

Audi: IAA in München vom Zeitpunkt „kritisch“

Die in knapp zwei Wochen beginnende Automesse IAA Mobility in München* wäre ohne Pandemie „sicher toll“, aber „der Zeitpunkt ist tatsächlich kritisch“, sagte Duesmann. Audi werde nur mit einer kleinen Mannschaft kommen. Das Konzept, in die Stadt zu gehen und sich zu öffnen, sei gut. Aber der Anstieg der Inzidenzwerte sei dramatisch. Man werde jeden Tag diskutieren müssen, was man durchführen könne. (dpa) *Merkur.de ist ein Teil von IPPEN-MEDIA

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