Tarifstreit geht in neue Runde

Verdi: Am Dienstag gibt es an vier Flughäfen Warnstreiks

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Der Flughafen Frankfurt soll wie die Airports in München, Köln und Bremen bestreikt werden.

Schlechte Nachrichten für Flugreisende: Vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit im öffentlichen Dienst sollen am Dienstag vier Flughäfen in Deutschland bestreikt werden. 

Update 7.08.Alarm am Frankfurter Flughafen! Boarding gestoppt - aus diesem Grund, wie extratipp.com berichtet.

Frankfurt - Zu Arbeitsniederlegungen solle es in Frankfurt am Main, München, Köln und Bremen kommen, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Im deutschen Flugverkehr dürfte es dadurch zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen. Verdi will mit den Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst am Wochenende Druck auf die Arbeitgeber machen.

Am Dienstag soll es laut Verdi in allen Bundesländern Arbeitsniederlegungen geben. Betroffen sind demnach alle Bereiche des öffentlichen Diensts von Bund und Kommunen. In Nordrhein-Westfalen soll beispielsweise der Nahverkehr bestreikt werden. Auch in Kitas sind Warnstreiks geplant. Die Beschäftigten erhöhten mit den Warnstreiks jetzt den Druck, "damit die Arbeitgeber ihre Blockadehaltung endlich aufgeben", erklärte Verdi-Chef Frank Bsirske.

Der Flughafen Frankfurt rechnet bereits mit "erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf sowie Flugausfälle". Das teilte der Betreiber Fraport am Montag mit. Die Sicherheitskontrollstellen vor den Abfluggates in den Bereichen A und Z im Terminal 1 sollen vollständig geschlossen bleiben. Es werde keinen dort keinen Zugang geben. "Diese Passagiere werden ihre Flüge nicht erreichen", hieß es.

"Ganztägig mit erhöhten Wartezeiten zu rechnen“

Darüber hinaus sei am Dienstag "ganztägig mit erhöhten Wartezeiten an den übrigen Kontrollstellen zu rechnen". Fluggäste würden gebeten, "entsprechend mehr Zeit einzuplanen und sich möglichst frühzeitig vor Abflug am Check-in-Schalter einzufinden". Zudem sollten sich Reisende auf den Internetportalen der Fluggesellschaften über den Status ihres Flugs informieren und gegebenenfalls online Möglichkeiten zur Umbuchung nutzen. Sollte es diese nicht geben, werde gebeten, "von einer Anreise zum Flughafen abzusehen".

Die Tarifverhandlungen für die 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sollen am Sonntag und Montag fortgesetzt werden. In beiden bisherigen Verhandlungsrunden gab es keine Annäherung. Die Gewerkschaft Verdi kündigte bereits an, ihre Warnstreiks in dieser Woche massiv auszuweiten.

AFP

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