Neue Auswertung

Tariflöhne in der ersten Jahreshälfte kräftig gestiegen

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Die Tariflöhne liegen deutlich über der allgemeinen Teuerung, sagen die Experten. Foto: Andreas Gebert

Düsseldorf/Frankfurt (dpa) - Millionen Tarifbeschäftigte haben in der ersten Jahreshälfte kräftige Gehaltssteigerungen erhalten.

Im Schnitt gab es 3,1 Prozent mehr, wie aus einer Studie des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung hervorgeht.

Das Plus fällt damit deutlich höher aus als in den Jahren zuvor, erläuterte der Tarifexperte Thorsten Schulten. Die Tariflöhne liegen auch deutlich über der allgemeinen Teuerung, so dass sich ein Reallohnzuwachs von 1,4 Prozent ergeben hat.

In der Auswertung wurden neue, erst 2018 abgeschlossene Tarifverträge und ältere Vereinbarungen berücksichtigt, die noch Stufenerhöhungen für 2018 vorsahen. Einen besonders großen Schluck erhielten die Bauarbeiter mit einer jahresbezogenen Tariferhöhung von 5,2 Prozent vor den Metallern (+4,0 Prozent) und dem öffentlichen Dienst von Bund und Gemeinden, wo die Beschäftigten im Schnitt auf 3,4 Prozent mehr kamen. Im zweiten Halbjahr stehen nur noch wenige größere Tarifabschlüsse auf der Tagesordnung. Wichtigste Branche ist dabei die Chemie-Industrie.

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