Strom sparen im Haushalt

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Eine Steckerleiste mit Kippschalter hilft Ihnen, Strom zu sparen. Mit einem Knopfdruck trennen Sie alle angeschlossenen Geräte vom Stromnetz.

Die beleuchtete Vitrine im Wohnzimmer spendet warmes Licht, die virtuellen Fische auf dem Flachbildschirm schwimmen träge hin und her, der Massagesessel brummt leise – das ist Entspannung pur. Aber alle Geräte fressen Strom und damit Geld. Lesen Sie hier, wie Sie Strom sparen, ohne auf Komfort zu verzichten.

Seit den 90er Jahren ist der Stromverbrauch der deutschen Haushalte kontinuierlich angestiegen. Früher trocknete die Wäsche in der Sonne, heute meist im Trockner. Fast jedes Familienmitglied hat seinen eigenen Fernseher, eine Spielkonsole vertreibt die Zeit. Erst seit etwa ein bis zwei Jahren bleibt der Stromverbrauch konstant. Die Deutschen entwickeln allmählich ein Bewusstsein dafür, dass jeder Druck auf den Lichtschalter Geld kostet – und fangen an, Strom zu sparen.

Strom sparen heißt Geld sparen

Eine Möglichkeit, seine Stromkosten zu senken, ist es, die Anbieter und deren Tarife zu vergleichen und zum günstigsten Anbieter zu wechseln. Nutzen Sie einen Stromrechner im Internet, bei dem Sie Ihre Postleitzahl und Ihren geschätzten Stromverbrauch angeben. Er zeigt Ihnen an, welcher Anbieter in Ihrer Gegend die besten Konditionen bietet.

Egal, wie günstig Ihr Stromtarif ist: Sie selbst können viel Strom sparen und damit zusätzlich Ihre Kosten senken. Das bedeutet nicht, dass Sie auf elektrische Geräte verzichten müssen. Wenn Sie ein paar kleine Tricks beherzigen, können Sie pro Jahr mehrere Hundert Euro an Strom sparen.

Strom sparen in der Küche

  • Kochen Sie immer in einem möglichst kleinen Topf, auf einer genau passenden Herdplatte und immer mit Deckel. So geht wenig Energie verloren.
  • Nutzen Sie die Anfangs- und Restwärme: Stellen Sie Backwaren bereits während der Aufwärmzeit in den Backofen. Kochplatten schalten Sie ab, kurz bevor die Speisen fertig gegart sind.
  • Öffnen Sie den Kühlschrank so kurz wie möglich. Überlegen Sie schon vorher, was Sie herausnehmen oder hineinstellen möchten. Temperieren Sie Ihren Kühlschrank außerdem nicht zu kalt: Fünf bis sieben Grad reichen aus, und mit jedem Grad mehr können Sie Strom sparen.
  • Schalten Sie die Spülmaschine erst an, wenn sie voll ist.

Strom sparen im Bad

  • Wird Ihr Warmwasser mit Strom erhitzt, ist das ein großer Posten auf Ihrer Stromrechnung. Duschen Sie, anstatt zu baden, und Sie verbrauchen nur einen Bruchteil des Warmwassers – und damit weniger Strom.
  • Drehen Sie beim Duschen das Wasser ab, solange Sie sich einseifen.
  • Ersetzen Sie Ihren herkömmlichen Duschkopf durch ein wassersparendes Modell. Es leitet in der gleichen Zeit weniger Wasser durch.
  • Stecken Sie die Ladegeräte, zum Beispiel für den Rasierer oder die elektrische Zahnbürste, ab, sobald der Akku voll aufgeladen ist. Sie fressen auch Strom, wenn sie nicht laden.

Strom sparen im restlichen Haushalt

  • Leuchten Sie Ihre Räume nicht grell aus, sondern stellen Sie verschiedene Lichtquellen auf, in die Sie Energiesparlampen mit unterschiedlicher Leistung schrauben. Nutzen Sie nur so viel Licht, wie Sie tatsächlich brauchen – zum Fernsehen muss das Wohnzimmer nicht taghell erleuchtet sein.
  • Schließen Sie alle elektronischen Geräte an eine Steckerleiste an, die Sie mit einem Knopfdruck von der Stromzufuhr trennen können. Der Grund: Auch im Standby-Betrieb verbrauchen Fernseher, Computer und Spielekonsole Strom. Schalten Sie deshalb die Geräte über Nacht ab.
  • Nutzen Sie Ihre elektronischen Geräte nur, wenn Sie sie tatsächlich brauchen: Hängen Sie Ihre Wäsche bei schönem Wetter auf die Leine und lassen Sie den Trockner abgeschaltet.
  • Achten Sie auf die Energieeffizienz, wenn Sie zum Beispiel einen neuen Kühlschrank oder eine Waschmaschine kaufen. Das sogenannte EU-Label, mit dem jedes Gerät gekennzeichnet ist, informiert Sie über dessen Energieverbrauch.

Weitere Tipps zum Strom sparen finden Sie auf den Seiten der Verbraucherzentrale Energieberatung.

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