Großer Investitionsbedarf

Städte wollen Millionen Stromfresser loswerden

Bonn/Frankfurt - Rund neun Millionen Straßenlaternen gibt es in Deutschland - und die meisten von ihnen sind noch immer wahre Stromfresser. Das soll sich bald deutlich ändern.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) fordert daher von Bund und Ländern mehr Geld zum Umrüsten auf energiesparende LED-Technik. Zwar bekommen Kommunen von der Staatsbank KfW Zuschüsse für Investitionen in energieeffiziente Beleuchtung. „Es gibt jedoch noch immer erheblichen Investitionsbedarf. Deshalb muss es auch zusätzliche Fördermöglichkeiten geben“, sagte Bernd Düsterdiek, zuständiger Referatsleiter beim DStGB, der Deutschen Presse-Agentur. Die Investition lohne sich oft schon nach sechs bis acht Jahren.

Eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Innerhalb von vier Jahren habe sich der Anteil an LED-Leuchten in den Kommunen verzehnfacht, 2014 habe er bei 11 Prozent gelegen. Die Energiekosten seien zugleich um 12 Prozent gesunken. Bei einem unterstellten Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde entspräche das demnach jährlich etwa 90 Millionen Euro. Laut der Studie ist das Potenzial längst nicht ausgeschöpft. Ob sich eine Umrüstung im Einzelnen rechnet, hänge jedoch stark vom Alter der vorhanden Straßenlaternen ab. Für die Studie hat PwC mehr als 150 Kommunen befragt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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