Portugals Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit Krisenbeginn

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Eine Menschenschlange vor einem Arbeitsvermittlungsbüro in Amadora bei Lissabon in Portugal. Foto: Miguel A. Lopes

Lissabon (dpa) - Die Arbeitslosigkeit im früheren Euro-Krisenland Portugal ist auf den niedrigsten Stand seit der Inanspruchnahme von EU-Finanzhilfen 2011 zurückgegangen.

Im zweiten Quartal 2015 sei die Arbeitslosenrate auf 11,9 Prozent gefallen, teilte die Statistikbehörde INE am Mittwoch in Lissabon mit. Das entsprach zudem einem Minus von 1,8 Prozentpunkten im Vergleich zu den ersten drei Monaten - der stärkste Rückgang innerhalb eines Quartals seit 1998. Nach drei Jahren unter dem EU-Rettungsschirm steht Portugal seit Mai 2014 finanziell wieder auf eigenen Beinen.

Eine niedrigere Arbeitslosenrate hatte es in Portugal mit 11,1 Prozent zuletzt im vierten Quartal 2010 gegeben. Bald darauf hatten die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds (IWF) Portugal zur Abwendung eines drohenden Bankrotts einen Hilfskredit von 78 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.

Der Arbeitsmarkt in Portugal profitierte unter anderem auch vom traditionellen Sommeraufschwung. Zwischen dem 1. April und dem 30. Juni seien 103 700 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, so die INE. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen habe sich im selben Zeitraum um 13 Prozent (92 500) auf 620 000 reduziert, hieß es.

Mitteilung der Statistikbehörde INE, Portugiesisch

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