Europäischer Gerichtshof bestätigt Urteil

Mastercard verliert Streit um Extra-Gebühren

Luxemburg - Nach jahrelangem Rechtsstreit hat Mastercard endgültig verloren. Der Europäische Gerichtshof bestätigte, dass der Kreditkarten-Anbieter keine Interbanken-Entgelte einfordern darf.

Der Kreditkarten-Anbieter Mastercard hat den jahrelangen Rechtsstreit um seine Extra-Gebühren in Europa endgültig verloren. Der Europäische Gerichtshof bestätigte am Donnerstag in Luxemburg in letzter Instanz die Entscheidung der EU-Kommission von 2007. Sie hatte die sogenannten Interbanken-Entgelte verboten. Diese Gebühren fallen für grenzüberschreitende Zahlungen in der EU an. Die Banken stellen sie sich untereinander in Rechnung, wenn der Kunde bei einem Einzelhändler zahlt. Nach Ansicht des Gerichts beschränken die Gebühren den Wettbewerb. Zudem seien sie nicht erforderlich, weil das System auch ohne sie funktionsfähig bleibe (Rechtssache C-382/12 P).

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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