Krise in der Schifffahrt setzt sich 2012 fort

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Ein Containerschiff in Hamburg am Containerterminal Burchardkai

Hamburg - Die weltweite Containerschifffahrt rutscht nach Überzeugung der Reederei Hamburg Süd 2012 noch schlimmer in die Krise.

„Wir gehen für die gesamte Branche nicht davon aus, dass es zu einer grundsätzlichen Erholung kommt“, sagte der Chef der zum Oetker-Konzern gehörenden Traditionsreederei, Ottmar Gast, laut „Hamburger Abendblatt“ (Montagausgabe).

Er rechne mit einem weltweiten Wachstum im Transport von acht Prozent, die Ladekapazität der weltweiten Flotte werde aber um neun Prozent zulegen. „Das wird die Frachtraten nicht stabilisieren“, sagte Gast. Für 2011 erwartet der Sprecher der Geschäftsführung eine „schwarze Null“ als Firmenergebnis.

Selbst gemachte Krise

Die weltweite Schifffahrtsbranche leidet laut Gast unter einer selbst gemachten Krise: Neben den zu vielen neuen Schiffen „heizen manche Reedereien den Preiskampf weiter an“.

Erst im Dezember musste die Hamburger Containerreederei und Hamburg-Süd-Konkurrent Hapag-Lloyd auf den Preiskampf reagieren: Hapag-Lloyd gründete mit fünf weiteren Reedereien eine Allianz, um die Schiffe besser auszulasten. Das Ergebnis von Hapag-Lloyd in den ersten neun Monaten 2011 war drastisch eingebrochen.

Hamburg Süd verringerte die Ladekapazität und ersetzte ältere Schiffe durch Neubauten, die kostengünstiger fahren, wie Gast sagte. Der Umsatz für 2011 wird nach seinen Worten bei 4,6 Milliarden Euro liegen nach 4,45 Milliarden im Jahr 2010.

dapd

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