Kettler kann Betrieb nicht weiterführen

Aus für Traditionsunternehmen: Kettcar-Hersteller stellt Fertigung ein 

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Kettcar-Hersteller Kettler stellt die Fertigung ein. 

Die Firma Kettler, Produzent der bekannten Kettcar-Fahrzeuge, stellt die Fertigung ein. Das bedeutet das Aus für ein weiteres Traditionsunternehmen. 

Düsseldorf - Kettcars: Die metallenen Fahrzeuge auf vier Rändern machten den Freizeitgerätehersteller Kettler einst bekannt - und wecken heute noch bei vielen Kindheitserinnerungen. Jetzt wurde bekannt: Das Traditionsunternehmen stellt die Fertigung ein.

Kettler: Unternehmen stellt Fertigung ein - 400 Mitarbeiter freigestellt 

Noch in dieser Woche würden voraussichtlich 400 der verbliebenen rund 550 Mitarbeiter freigestellt, sagte der Rechtsanwalt Martin Lambrecht, der die Kettler-Unternehmensführung im Insolvenzverfahren berät, der Deutschen Presse-Agentur. Um die Produktion abzuwickeln, würden die restlichen Mitarbeiter die übrigen Mitarbeiter würden vorläufig noch gebraucht. Über die geplante Schließung hatten zuvor bereits mehrere Zeitungen und der Westdeutsche Rundfunk berichtet.

Die Beschäftigten seien am Montag auf einer Betriebsversammlung über die Schließungsentscheidung der Geschäftsführung informiert worden, sagte Lambrecht. Der Beschluss werde vom Gläubigerausschuss mitgetragen. Der Betrieb könne nicht weitergeführt reden, denn in der heutigen Größe sei die Produktion in Deutschland nicht mehr profitabel.

Aus bei Kettler: Freizeitgerätehersteller kämpfte schon länger ums Überleben

Bereits seit geraumer Zeit kämpfte Freizeitgerätehersteller Kettler ums Überleben - erst im Juli hatte er zum dritten Mal innerhalb von gut vier Jahren einen Insolvenzantrag stellen müssen. Schon im vergangenen Jahr hing das Schicksal des Unternehmens am seidenen Faden. Hier sorgte jedoch der Einstieg des Finanzinvestors Lafayette im Dezember 2018 noch einmal für neue Hoffnung in Ense-Parsit. Wie es aussieht leider vergeblich. Auch Lafayette gelang es aber offenbar nicht, das Ruder bei dem taumelnden Traditionsunternehmen herumzureißen.

kof/dpa

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