Sun kauft Ranbaxy

Indischer Pharmakonzern wird Generika-Riese

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Der Pharmakonzern Ranbaxy wurde von Sun aufgekauft.

Mumbai - Der indische Pharmariese Sun übernimmt seinen angeschlagenen Rivalen Ranbaxy und steigt zum fünftgrößten Generika-Hersteller der Welt auf.

 Die Übernahme im Wert von umgerechnet 2,9 Milliarden Euro werde komplett in Aktien abgewickelt, teilte Sun Pharma am Montag in Neu Delhi mit. Die Anteilseigner von Ranbaxy erhalten demnach pro Aktie 0,8 Anteile an Sun Pharma.

Die japanische Gruppe Daiichi Sankyo, seit 2008 Mehrheitseigner von Ranbaxy, wird weiterhin zu neun Prozent an dem neuen Unternehmen beteiligt sein, wie das japanische Unternehmen mitteilte. Es hatte wegen der Dominanz Ranbaxys auf dem Markt für billige Nachahmer-Medikamente und in Schwellenländern gehofft, dass die Übernahme das eigene Wachstum vorantreiben werde. Stattdessen lastete Ranbaxy von Anfang an auf den Büchern. Nach der Finanzkrise verhängten die USA, einer der wichtigsten Abnehmer von Ranbaxy Laboratories, im Januar 2012 Importverbote wegen Nichteinhaltung der Richtlinien für "gute Herstellungspraktiken". Die Produkte aus vier Ranbaxy-Werken durften in den USA nicht mehr vertrieben werden.

Indien wird wegen seines Umsatzes - 14 Milliarden Dollar im Jahr - und seines großen Generika-Marktes "Apotheke der Welt" genannt. Es verkauft Medikamente in mehr als 200 Länder und ist - nach Kanada - der zweitgrößte Medikamentenlieferant für die USA.

Nach der Übernahme werde sich Sun Pharma als erstes darum kümmern, dass die Produkte aus den vier Werken von der US-Arzneimittelbehörde (FDA) wieder zugelassen würden, sagte Sun-Pharma-Chef Dilip Shanghvi bei einer Telefonkonferenz. Erst dann könne über neue Produkte nachgedacht werden. Sun Pharmaceuticals erhält durch die Übernahme Zugang zum großen Vertriebsnetz von Ranbaxy und damit auch zum großen ländlichen Markt Indiens. Widerstand der indischen und US-Wettbewerbsbehörden sei nicht zu erwarten, erklärte das Management.

afp

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