Zoll gehen mehr gefälschte Produkte ins Netz

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Brüssel - Die Zollfahnder schlagen immer öfter zu: An Europas Außengrenzen werden immer mehr gefälschte Pillen, Zigaretten oder Kinderpuppen sichergestellt.

115 Millionen nachgemachte Markenartikel zogen die Zollfahnder im vergangenen Jahr aus dem Verkehr. Das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie nie zuvor. Rund drei Viertel der gefälschten Produkte kamen aus China.

Der für Betrug zuständige EU-Kommissar Algirdas Semeta zeigte sich bei der Vorstellung der Zahlen am Dienstag in Brüssel besorgt über den Anstieg. Dadurch würden nicht nur die Unternehmen geschädigt. Nachgeahmte Lebensmittel, Pflegeprodukte oder Kinderspielzeug könnten auch eine “ernste Gefahr für Sicherheit und Gesundheit“ darstellen.

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Die konfiszierten Waren hatten einen Wert von 1,3 Milliarden Euro. Ganz oben auf der Fälscherliste: Arzneimittel (24 Prozent), gefolgt von Verpackungsmaterial (21 Prozent) und Zigaretten (18 Prozent). Insgesamt 73 Prozent der imitierten Waren stammten aus China. Die meisten gefälschten Lebensmittel kamen aus der Türkei, die meisten alkoholischen Getränke aus Panama, die meisten Mobiltelefone aus Hongkong.

dapd

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