Medienbericht

Ikea-Managerin soll Chefin bei Karstadt werden

+
Der derzeitige Karstadt-Chef Andrew Jennings soll Ende Dezember seinen Posten räumen.

Essen - Die langjährige Ikea-Managerin Eva-Lotta Sjöstedt soll nach Medieninformationen zum Januar Karstadt-Chef Andrew Jennings ablösen, dessen Vertrag am Jahresende ausläuft.

Eine Ikea-Managerin soll nach einem Medienbericht den angeschlagenen Warenhauskonzern Karstadt aus der Krise führen. Eva-Lotta Sjöstedt solle zum Jahresanfang Karstadt-Chef Andrew Jennings ablösen, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Sonntag vorab. Jennings verlässt Karstadt zum Jahresende. Dann läuft sein Vertrag aus. Ein Sprecher von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen wollte den Bericht nicht kommentieren. Weitere Stellungnahmen des Warenhauskonzerns waren am Sonntag nicht zu erhalten.

Jennings war von Berggruen Anfang 2011 als Sanierungsexperte nach Essen geholt worden. Der Warenhauskonzern ist seitdem nicht aus den Turbulenzen gekommen. Berggruen hat 75,1 Prozent der Karstadt-Sporthäuser und Premium-Group an den österreichischen Karstadt-Vermieter Signa abgegeben. Zudem gibt es Spekulationen, Signa könne zusammen mit dem israelischen Diamanten-Milliardär Beny Steinmetz auch die Mehrheit am Karstadt-Stammgeschäft übernehmen.

Nach der Ankündigung eines ehrgeizigen Konzepts unter dem Titel „Karstadt 2015“ kurz nach seinem Amtsantritt hatte Jennings zuletzt kaum noch einen Blick auf die Geschäftsergebnisse ermöglicht. „Wir haben nach wie vor einen weiten Weg vor uns“, hatte er einem Zeitungsbericht zufolge im September vor Mitarbeitern gesagt. Der Umsatz sei im September den zweiten Monat in Folge gestiegen, berichtete die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“. Karstadt hatte im Juni mitgeteilt, dass Jennings den Konzern verlässt. Seitdem wurde ein Nachfolger gesucht.

Die Schwedin Sjöstedt hat in den vergangenen zehn Jahren auf verschiedenen Managementposten für den Möbelriesen Ikea gearbeitet, unter anderem in Japan und den Niederlanden. Zuletzt war sie für die globale Entwicklung des Multi-Channel-Geschäfts des Konzerns zuständig. Ihrer Berufung an die Karstadt-Spitze muss laut „Spiegel„ noch der Aufsichtsrat zustimmen. Die nächste Aufsichtsratssitzung ist nach Angaben aus Mitgliedskreisen für den 11. Dezember angesetzt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare