Medtronic zahlt Milliarden für Covidien

Großfusion in der Medizintechnik

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Medtronic stellt unter anderem Herzschrittmacher her. 

Minneapolis/Dublin - Die Medizintechnik-Konzerne Medtronic und Covidien tun sich zusammen. Von dem milliardenschweren Zusammenschluss erhoffen sich beide Unternehmen niedrigere Kosten.

Der US-Konzern Medtronic will seinen irischen Wettbewerber Covidien für rund 42,9 Milliarden Dollar (31,7 Mrd Euro) schlucken, wie beide Seiten in der Nacht zum Montag mitteilten. Medtronic stellt Herzschrittmacher und Medikamentenpumpen her, Covidien ist unter anderem auf chirurgische Instrumente und Produkte für die Intensivmedizin spezialisiert. Beide Unternehmen wollen die Transaktion spätestens Anfang 2015 abschließen. Medtronic und Covidien sind auch in Deutschland aktiv.

Von dem Zusammenschluss versprechen sich die Unternehmen eine deutliche Senkung ihrer jährlichen Kosten. Diese sollen im Geschäftsjahr 2018 mindestens 850 Millionen Dollar niedriger liegen als zuletzt. Dann soll die Übernahme auch den Gewinn nach oben treiben.

Irland wird steuerlicher Firmensitz

Als Teil des Deals verlegt Medtronic seinen steuerlichen Unternehmenssitz in Covidiens Heimat Irland. Der Staat ist für seine niedrigen Steuersätze bekannt. Bei der Fusion gehe es jedoch vor allem um die strategische und geschäftliche Ausrichtung, betonte Medtronic-Chef Omar Ishrak. Der Steuersatz der Gesellschaft bleibe nach dem Wechsel des Konzernsitzes nach Dublin etwa gleich.

Allerdings könne das Unternehmen seine außerhalb der USA erzielten Gewinne nach dem Zusammenschluss besser einsetzen. Er wolle diese in das Geschäft der Branche investieren. „Das ist wichtig, um die Medizintechnik-Branche in den USA anzukurbeln“, sagte Ishrak. Medtronic wolle in den kommenden zehn Jahren mindestens zehn Milliarden Dollar investieren.

Die Aufsichtsbehörden in den USA, der Europäischen Union, China und anderen Ländern müssen dem Vorhaben noch zustimmen. Bloomberg-Analyst Jason McGorman sieht allerdings keinen Grund für kartellrechtliche Bedenken, da sich die Produktpaletten der Unternehmen kaum überschnitten.

dpa

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