Auch auf Instagram

Verdächtige Aktivitäten: Facebook löscht 32 Accounts

Fake-Usern auf der Spur: Facebook hat mehrere Accounts gelöscht.

Facebook hat mehrere Dutzend Accounts gelöscht - wegen verdächtiger Aktivitäten. Allerdings gesteht das Unternehmen auch, nicht alle Hintergründe dieser Konten zu kennen.

Menlo Park - Im Kampf gegen Fehlinformationen hat Facebook nach eigenen Angaben eine Reihe von Seiten gelöscht, bei denen es sich offenbar um gefälschte Accounts handelte. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, entfernte es 32 Seiten auf Facebook und Instagram. Sie sollen verdächtige Aktivitäten an den Tag gelegt haben.

„Diese Art von Verhalten ist bei Facebook nicht erlaubt, denn wir wollen weder, dass Menschen noch Organisationen Netzwerke von Nutzerkonten erstellen, um andere darüber zu täuschen, wer sie sind und was sie tun“, hieß es in der Mitteilung. Nach Darstellung des Unternehmens handelte es sich um eine koordinierte Aktion.

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Facebook kennt Hintermänner noch nicht

Facebook unterstrich, dass man noch in einem sehr frühen Stadium der Ermittlungen sei und noch nicht alle Fakten kenne. Dazu gehöre auch, wer hinter den Seiten stecke. Das Unternehmen verglich die verdächtigen Aktivitäten aber mit der mutmaßlich russischen Propaganda zur Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl 2016. Allerdings sei das Vorgehen diesmal wesentlich ausgeklügelter gewesen, hieß es in der Mitteilung.

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Man habe Hinweise, dass die gefundenen Seiten einige Verbindungen zu Konten der in Russland ansässigen Internet Research Agency gehabt hätten. Diese gilt seit Jahren als Basis für russische Kampagnen in sozialen Medien. Die Gruppe wird beschuldigt, während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 in großem Stil versucht zu haben, über gefälschte Facebook-Profile soziale Spannungen in den USA zu verschärfen und Stimmung für den schließlich siegreichen Kandidaten Donald Trump zu machen.

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Facebook arbeitet laut Bericht mit FBI zusammen

Facebook unterrichtete den Angaben zufolge bereits US-Strafverfolgungsbehörden, den Kongress und andere Technologieunternehmen über seine jüngsten Erkenntnisse. Nach einem Bericht der New York Times arbeitet das Unternehmen mit dem FBI zusammen.

Die geschlossenen Konten hätten 11.000 Dollar (9400 Euro) für fast 150 Werbeanzeigen ausgegeben, teilte Facebook mit. "Wir haben es mit entschlossenen, gut finanzierten Gegnern zu tun." Diese würden "nie aufgeben und ständig ihre Taktik verändern".

Das älteste der geschlossenen Konten wurde demnach im März 2017 erstellt, das jüngste im Mai 2018. Insgesamt seien über 10.000 Nachrichten verfasst worden, 290.000 andere Nutzer seien den geschlossenen Konten gefolgt.

dpa, afp

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