Frankreich

Ermittlungsverfahren gegen Renault wegen Diesel-Abgaswerten

Renault
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Möglicherweise muss Renault bald Strafgelder in Höhe von bis zu 60 Millionen Euro zahlen.

Die ersten Schlagzeilen im Diesel-Skandal sind schon fast sechs Jahre her. Juristisch aufgearbeitet ist das Ganze aber immer noch nicht komplett - nun ermittelt die französische Justiz gegen Renault.

Boulogne-Billancourt (dpa) - Nach jahrelangen Untersuchungen hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen Renault wegen mutmaßlichen Betrugs eingeleitet.

Wie Renault berichtete, geht es um Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen „älterer Generationen“. Die Justiz untersucht den Fall seit rund viereinhalb Jahren.

Renault wies die Vorwürfe zurück. Man habe sich stets an französische und europäische Vorgaben gehalten. In Autos gebe es keine betrügerische Software. Der Hersteller mit Sitz in Boulogne-Billancourt bei Paris muss nach eigenen Angaben eine Kaution von 20 Millionen Euro für mögliche Entschädigungen und Strafgelder hinterlegen. Zudem ist eine Bankgarantie von 60 Millionen Euro fällig, um mögliche Schäden auszugleichen.

Der „Dieselgate“-Skandal war seinerzeit von Europas größtem Autohersteller VW ausgelöst worden. Die Affäre um millionenfach gefälschte Stickoxid-Abgaswerte flog im September 2015 in den USA auf.

© dpa-infocom, dpa:210608-99-914190/4

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