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Prioritäten in der Energiekrise: Wem könnte das Gas abgedreht werden?

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Von: Moritz Serif

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Geschützten Kundinnen und Kunden wird das Gas nicht zuerst abgedreht. Dazu zählen beispielsweise Krankenhäuser und Schulen.

Berlin/Frankfurt – Aktuell wartet Russland die Gaspipeline Nord Stream 1. Völlig offen ist, ob danach wieder russisches Gas nach Deutschland fließt. Wirtschaftsminister Robert Habeck, befürchtet, dass der Staat den Hahn nicht mehr aufdrehen wird. Falls der Fall der Fälle einträte: Wem wird zuerst das Gas abgedreht?

Gute Nachrichten für Privathaushalte – sie gehören zu den sogenannten geschützten Kundinnen und Kunden und können sich darauf verlassen, auch im Falle eines Ausfalles weiter versorgt zu werden, berichten sowohl die Tagesschau als auch die Deutsche Presse-Agentur. Allerdings entscheidet die Bundesnetzagentur darüber, wer wie viel Gas bekommt.

Energiekrise: Wem das Gas nicht zuerst abgedreht wird

Das sind die geschützten Kundinnen und Kunden:

Zuerst schließen müssten Freizeitbetriebe wie Schwimm- und Spaßbäder. „Kultur-Einrichtungen gehören nicht zu den geschützten Verbrauchern“, antwortete die Bundesnetzagentur auf eine Presseanfrage von fr.de von IPPEN.MEDIA. Bei Großverbraucherinnen und Großverbrauchern aus der Industrie gibt es mehrere Kriterien, nach denen sich eine Abschaltung richtet.

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Gasstop aus Russland: Es gibt keine feste Reihenfolge

Es gebe allerdings „keine feste Abschaltreihenfolge in Bezug auf einzelne Verbraucher oder Branchen“, sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es gelte bei geringstmöglichem Schaden in der jeweiligen Situation die schnellstmögliche Lösung zu finden. „Das Leben ist dann nicht mehr fröhlich und locker, und deshalb bin ich sicher, dass solche Eingriffe auf Verständnis stoßen würden“, sagte Müller.

Kultureinrichtungen wie Kinos könnte im Falle eines Lieferstopps das Gas abgedreht werden.
Kultureinrichtungen wie Kinos könnte im Falle eines Lieferstopps das Gas abgedreht werden. © Jens Kalaene/dpa/picture alliance

Doch nicht nur russisches Gas ist ein Problem – Deutschland ist zudem sehr abhängig von Rohstoffen aus China. Das Land der Mitte ist der größte Rohstoffproduzent und -verbraucher der Welt. „Jede rohstoffrelevante Veränderung in China, beispielsweise konjunkturbedingte Nachfrageschwankungen, beeinflusst die weltweiten Rohstoffmärkte und die Preisentwicklung“, sagt Yun Schüler-Zhou, China-Expertin bei der Deutschen Rohstoffagentur. Preisschwankungen hätten eine große Auswirkung auf die deutsche Industrie. (mse)

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