Modell bietet viel Komfort

Revolution bei der Deutschen Bahn: ECx löst IC ab - so sieht er von innen aus

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Ab 2023 soll der „ECx“ für die Deutsche Bahn fahren.

Für die Millionen Bahn-Kunden steht bald eine große Veränderung an - ein neuer Zugtyp soll den Fernverkehr verändern. Das kann das neue Modell:

Berlin - Es soll wohl eine kleine Revolution auf Deutschlands Schienen werden: Die Bahn hat nach den jüngsten Querelen einen neuen Fernverkehrszug vorgestellt. Der ECx, so heißt der neue Zugtyp, soll Reisezeiten verkürzen - und den Fahrgästen neue Annehmlichkeiten bieten, so zumindest der Plan des Konzerns. Die Bahn verspricht „echten ICE-Komfort“ für Strecken, auf denen bislang vor allem alte IC- und EC-Waggons unterwegs waren.

Ob das neue Design das Bahn-Image steigern kann, ist nach jüngsten Pannen aber fraglich. Nach der „ungeheuerlichen Durchsage“ eines Zugführers, wurde dieser wohl versetzt. Die Kundin, die sich über die Aussage beschwert hatte, erntete jedoch einen Shitstorm.  

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Was die Reisenden erwarten soll: W-Lan, ein Bordbistro, Fahrradstellplätze, je nach Tageszeit wechselnde Beleuchtung und „Fahrgastinformation mit Echtzeitdaten“. Rollstuhlfahrer können nach Angaben der Bahn ohne Hilfe an Bord gelangen. Ermöglichen soll das ein niedriger Einstieg auf der Höhe standardisierter Bahnsteige.

Deutsche Bahn: ECx soll kommen - so sieht der neue Zug von innen aus

Äußerlich auffällig sind das kantige Design - und die besonders kurzen Waggons. Aus 17 Wagen plus Lok soll ein Zug bestehen, 570 Sitzplätze sind darin zu finden. Das Innere ähnelt auf den ersten Simulationen stark dem der aktuellen ICE4. Ein Umstand, der nicht alle Fahrgäste freut - die Sitze der neuen ICEs lassen sich nicht nach hinten klappen und gelten als unbequem. Die Bahn hatte im Sommer allerdings schon Nachbesserung für dieses Problem angekündigt. 

So sieht das Innere des neuen ECx aus.

Der ECx - der von Strom- aber auch Dieselloks gezogen werden soll - kann den Angaben zufolge Geschwindigkeiten bis zu 230 Kilometer pro Stunde erreichen. Zunächst soll er auf der Strecke Berlin-Amsterdam zum Einsatz kommen und die Fahrzeit um 30 Minuten auf dann fünfeinhalb Stunden verkürzen. Später will die Bahn den Zug auch auf anderen Strecken zum Einsatz bringen, etwa auf den für Touristen interessanten Routen nach Sylt und Oberstdorf.

Neuer Zug: ECx kommt aus Spanien - und soll ab 2023 über die Schienen rollen

Den neuen Zug lässt sich die Bahn einiges kosten: Die ersten 23 Züge schlagen mit 550 Millionen Euro zu Buche. Insgesamt soll der spanische Hersteller Talgo bis 100 Loks und Reisezugwagen liefern. Talgo hatte schon in den 90ern Schlafwagen für die Bahn gebaut - die bereits ab 2002 nach und nach wieder auf dem Abstellgleis landeten, offiziell vor allem aufgrund hoher Betriebskosten. Die neuen ECx sind nun allerdings zumindest in der Anschaffung deutlich günstiger als ein ICE. Das Handelsblatt schreibt von 24 Millionen Euro für das neue Modell. Ein ICE koste um die 40 Millionen Euro.

In jedem Fall wird es noch ein wenig dauern, bis die Deutschen in die neuen Züge der Bahn einsteigen können. Ab 2023 soll der ECx nach Amsterdam fahren. 2024 sollen dann weitere Strecken hinzukommen. Die Bahn hatte unlängst auch Verbesserungen beim Regionalverkehrs-Netz angekündigt - und Veränderungen beim Bordbistro.

fn

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