Neuaufstellung angestrebt

Nach Impfstoff-Desaster: Curevac setzt Münchner Wacker-Konzern vor die Tür

Curevac-Zentrale: Das Tübinger Biotech-Unternehmen hat bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs einen schweren Rückschlag erlitten.
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Curevac-Zentrale: Das Tübinger Biotech-Unternehmen hat bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs einen schweren Rückschlag erlitten.

Im Rennen um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid zieht das Tübinger Unternehmen Curevac jetzt die Reißleine und kappt die Verbindung zu Wacker Chemie.

München – Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac streicht sein Partnernetzwerk noch vor dem Marktstart seines Corona-Wirkstoffs zusammen. Die bestehenden Verträge zur Produktion des mRNA-Wirkstoffs mit dem Wacker-Konzern sowie Celonic werden gekündigt, teilte Curevac am Dienstagmittag mit. Die Abkommen mit Novartis und Rentschler Biopharma blieben hingegen in Kraft, hieß es.

„Der kontinuierliche Ausbau von mRNA-Herstellungskapazitäten in Kombination mit dem Fortschritt der groß angelegten Impfkampagnen“ habe die Nachfrage nach „unserem COVID-19-Impfstoff der ersten Generation“ in den vergangenen Monaten stark verändert“, sagte der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Malte Greune.

Curevac: Neuer Corona-Wirktstoff soll Ende des jahres in die Erprobung

Curevac hatte bei der Entwicklung seines Covid-Impfstoffs zuletzt einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Die Testergebnisse bei groß angelegten Feldversuchen waren deutlich hinter der Wirksamkeit der Vakzine von Biontech oder Moderna zurückgeblieben. Beobachter führten dies unter anderem auf die vergleichsweise geringe Dosis zurück. Investoren reagierten entsetzt und trennten sich auf breiter Front von der Aktie. Curevac arbeitet inzwischen an einem verbesserten Wirkstoff. Die klinische Erprobung soll im vierten Quartal 2021 starten, teilte Curevac mit.

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