Belastungen für Sparer enorm

Allianz-Chefvolkswirt Heise: „Wir brauchen keine Krisenpolitik mehr“

Ökonom Michael Heise
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Der Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. 

München - Der Chefvolkswirt der Allianz, Michael Heise, fordert angesichts der anziehenden Inflation in Deutschland einen schrittweisen Ausstieg der Europäischen Zentralbank (EZB) aus der Politik des ultralockeren Geldes.

„Wir brauchen keine Krisenpolitik mehr, der Strafzins für Banken und die Kaufprogramme sind jetzt nicht mehr begründbar ", sagte Heise dem Münchner Merkur (Donnerstag). "Die EZB sollte den Einlagesatz für Banken im März in Richtung Null führen", forderte Heise. "Das wäre eine unmittelbare Maßnahme, die den Druck auf die Banken reduzieren würde." 

Derzeit liegt der Strafzins für Banken im Euroraum bei minus 0,4 Prozent. Außerdem müsse die EZB das Anleihenkaufprogramm nach den überraschend hohen Inflationszahlen reduzieren und schneller beenden als angekündigt, so Heise weiter. Die Belastungen für Sparer seien mittlerweile enorm. "Durch die Wiederkehr der Inflation ist jetzt ein realer Vermögensverlust gegeben."

mm

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