Debatte um Manager-Gehälter

Airbus mit finanziellen Problemen: Welches Gehalt bekommt der neue Chef?

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Tom Enders (r.), Airbus-Vorstandsvorsitzender, und Guillaume Faury, sein Nachfolger und der zukünftige Vorstandsvorsitzende, nehmen an einer Präsentation im Jahr 2018 teil.

Zuletzt gab es Berichte über die ungleiche Entlohnung innerhalb des Airbus-Konzerns, außerdem stünden Arbeitsplätze auf dem Spiel. Nun gibt es offenbar eine wichtige Maßnahme.

Der künftige Airbus-Chef Guillaume Faury wird einem Bericht zufolge weniger verdienen als der jetzige Spitzenmann Tom Enders. Faurys Basisgehalt solle 1,35 Millionen Euro im Jahr betragen und damit zehn Prozent unter dem von Enders liegen, berichtete die "Welt am Sonntag". Das gehe aus dem Jahresbericht des Airbus-Verwaltungsrats hervor.

Ein Konzernsprecher verwies im Gespräch mit der Zeitung auf die lange Erfahrung von Enders. Allerdings kann Faury dem Bericht zufolge nicht auf deutliche Gehaltssprünge hoffen - jede Erhöhung werde die Lohnentwicklung in der Airbus-Belegschaft berücksichtigen, zitierte die "Welt" aus dem Verwaltungsratsbericht.

Airbus: Reaktion auf Berichte über ungleiche Bezahlung im Konzern

Mit der Regelung reagiere der Luft- und Raumfahrtkonzern auf die Diskussion um die ungleiche Bezahlung von Managern und Belegschaft, schrieb die "Welt am Sonntag". Enders erhielt demnach für 2018 neben seinem Basisgehalt von 1,5 Millionen Euro weitere 2,3 Millionen Euro an variablen Gehaltsbestandteilen. Damit verdiene er das 51-fache eines durchschnittlichen Airbus-Vollzeitbeschäftigten. Hinzu kämen Aktien- sowie Pensionszusagen, die sich auf über 26 Millionen Euro summiert hätten.

Faury übernimmt die Führung bei Airbus Mitte April. Derzeit leitet er die Verkehrsflugzeugsparte Airbus Commercial Aircraft. Im Konzern war Faury bereits seit den 90er Jahren; zwischendurch wechselte er für mehrere Jahre zum Autobauer Peugeot.

AFP

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