Friedhofskonzept 2050

Zweiter Bauabschnitt beginnt: Friedhof Wippekühl wird schöner

Friedhof Wippekühl, Schalksmühle
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Die Umsetzung des Friedhofskonzepts 2050 mit neuen Bestattungsformen wie den Urnenstelenanlagen und Urnenerdröhren erfordert eine Neufassung der Friedhofssatzung und der Friedhofsgebührensatzung.

Schalksmühler können künftig das Nutzungsrecht an einer Grabstätte vorgezogen erwerben. Über den Stand der Umsetzung des Friedhofkonzepts 2050 auf dem Friedhof Wippekühl und Anfragen zur vorzeitigen Übertragung von Nutzungsrechten informierte Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung bei der Gemeinde Schalksmühle.

Schalksmühle – Im September sei die zweite halbkreisförmige Stelenanlage mit den Glasverschlussplatten fertiggestellt worden, erläuterte er. Mit der Umsetzung des Konzepts der Firma Weiher aus Freiburg ist Landschaftarchitekt Roland Pfeiffer vertraut. Er kümmert sich vor Ort um die Durchführung der Entwicklung.

Inzwischen habe mit der Firma Ochsenfarth, die die Ausschreibung gewonnen und den Zuschlag erhalten habe, ein heimisches Unternehmen mit der Umsetzung des anstehenden zweiten Bauabsschnitts begonnen. Dieser beinhalte die Herstellung des Pfades der Erinnerung, gärtnergepflegte Urnengräber und Urnenerd-röhren unter einem Baum. Vermutlich anlässlich der neu angebotenen Bestattungsformen seien mehrere Bürger mit dem Wunsch an die Verwaltung herangetreten, bereits im Vorfeld, ohne Vorliegen eines konkreten Sterbefalls, eine Grabstätte zu erwerben.

Den Nachfragen gerecht werden

Motivation dafür sei zum einen der Wunsch, die eigene Bestattung eindeutig zu regeln. Zum anderen sei aus Gesprächen bekannt, dass Hinterbliebene – so denn der Verstorbene keine Regelung getroffen hat – mit der Auswahl der „richtigen“ Bestattungsform häufig überfordert seien und es begrüßt hätten, wenn der Verstorbene diese Entscheidung zu Lebzeiten selbst getroffen hätte. Das Nutzungsrecht an der Grabstätte würde dann wie im Todesfall zunächst für die gesetzlich vorgeschriebene Ruhefrist übertragen und gebührenmäßig in voller Höhe abgerechnet werden.

„Bei Eintritt des Sterbefalls wäre die Nutzungsdauer dann gegebenenfalls bis zum Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Ruhefrist zu verlängern.“ Insbesondere bei der neu eingeführten Bestattungsform der Urnenstelenanlage könne ein solches Angebot zu einem schnelleren Mittelrückfluss beitragen und Möglichkeiten zur zeitnahen Errichtung weiterer Anlagen eröffnen.

Die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts auf dem Friedhof Wippekühl hat begonnen.

Positive Signale für ein derartiges Vorgehen habe er auch vom Arbeitskreis erhalten, beendete der Fachbereichsleiter seinen Bericht. Vor der Abstimmung hoben sowohl Harry Haböck (UWG) als auch Jörg Weber (CDU) die konstruktive und gute Zusammenarbeit im Arbeitskreis hervor. Einstimmig folgte der Ausschuss dem Beschlussvorschlag der Verwaltung und damit der Empfehlung, künftig das Nutzungsrecht an einer Grabstätte im Rahmen der satzungsrechtlichen Vorgaben auch vorgezogen erwerben zu können.

Einstimmig winkte der Ausschuss zudem die Gebührenkalkulation und Anpassung der Friedhofssatzung und Friedhofsgebührensatzung durch. Anpassungen seien hinsichtlich der Urnenstelenanlage, von bisher in der Friedhofssatzung nicht erwähnten Kindergräbern, Erd- und Urnengemeinschaftsgrabstätten, Gebühren für Sonderleistungen sowie gärtnergepflegten Urnenhochbeeten und gärtnergepflegten Urnengräbern erforderlich, erläuterte Emmerichs. Geschlossen folgte der Ausschuss dem Vorschlag.

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