Glörpark: Viel Kritik am ersten Entwurf

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Nicht alle Anwesenden waren mit dem ersten Entwurf von Ina Bamberg und ihrem Planungsbüro einverstanden. Besonders der Festplatz (von der Hand verdeckt) sei zu klein, um dort mit einem Feuerwehrfahrzeug zu wenden oder die Zelte aller Vereine aufzustellen.

Dahlerbrück - Dass der momentan kaum genutzte Glörpark in Dahlerbrück ein empfindliches Thema ist, wurde am Montag bei dem zweiten Bürger-Workshop im Feuerwehrgerätehaus deutlich. Mit ihrem ersten Entwurf stoß die Landschaftsarchitektin Ina Bimberg nicht nur auf Zustimmung.

Mit mehr als 20 Bürgern waren laut Ralf Bechtel mehr Teilnehmer als beim ersten Bürger-Workshop anwesend. 

Der Leader-Beauftragte der Gemeindeverwaltung begrüßte die Anwohner, Vereinsvertreter und Leader-Regionalmanagerin Susanne Neumann und übergab das Wort schnell an Ina Bimberg vom gleichnamigen Planungsbüro, die mit einem Rückblick auf die bisherigen Ideen begann. 

Mehr Ideen als vorhandene Fläche 

Gewünscht war demnach ein naturnaher Mehrgenerationenpark mit Festplatz, Spielgeräten und Zugang zur Volme. Auch ein Insektenhotel, Sportgeräte für Erwachsene und Senioren, einen Bouleplatz, eine E-Bike-Ladestation oder ein ebenerdiges Trampolin waren Ideen, die bei dem ersten Workshop aufkamen. „Da müsste die Fläche zehnmal so groß sein“, bemerkten die Teilnehmer des Workshops, als Ina Bimberg die vielen Wünsche wiederholte. 

Einige Ideen konnten aber auch in den vorläufigen Entwurf aufgenommen werden, den Bimberg am Montagabend vorstellte. Dieser sah einen etwa 25 mal 20 Meter großen Festplatz vor, der von der Glörstraße aus befahrbar sein soll. Der Belag soll eine wassergebundene Decke werden, nur zwölf mal 15 Meter sollen asphaltiert werden. An den Festplatz angrenzen soll eine Spielfläche für Kinder mit einem markanten Spielgerät und einem Trampolin.

Der vordere Bereich soll komplett aufgefüllt werden und eine Zufahrt auf den Platz ermöglichen. Links im Bild soll ein Kinderspielplatz entstehen.

Etwas weiter hinten soll auf Höhe des Damms ein zunächst „Fluss-Blick“ genannter Aufenthaltsplatz entstehen. Bänke und eine Tischtennisplatte könnten zusammen mit freiem Blick auf die Volme Senioren, Mütter, Väter und Kinder gleichermaßen erfreuen. Während der vordere Bereich mit Festplatz und Kinderspielplatz angeschüttet und damit auf Straßenniveau gebracht werden soll, hatte Bimberg im hinteren Bereich eine kleine Mulde für eine Sandfläche – beispielsweise für Beachvolleyball – geplant. Des Weiteren könnte unter dem Festplatz ein System aus Schächten und Rohren als Trainingsfläche für die Hundestaffel und die Feuerwehr verlegt werden. 

Kritik an Größe des Festplatzes 

Noch

bevor Bimberg zu ihrem zweiten Punkt, dem Kinderspielplatz, kommen konnte, wurde unter den Teilnehmern Kritik laut. Besonders die Größe des Festplatzes war Ortwin Schmidt ein Dorn im Auge. „Wir wünschen eine Betankungsanlage für die Feuerwehr“, erinnerte er. Die Asphaltfläche sei allerdings für den Wendekreis eines Feuerwehrfahrzeuges viel zu klein. „Wenn wir schon etwas machen, sollten wir es auch so machen, wie es den Dahlerbrücker Bürgern gefällt“, fand er. 

Dass eine große Asphaltfläche allein aus Kostengründen nicht zweifelsfrei zu realisieren ist, gab Ralf Bechtel zu bedenken. „Mehr als 250 000 Euro pro Projekt gibt es nicht“, warf auch die Regionalmanagerin Susanne Neumann ein. Zudem würden die Projekte nur zu 65 Prozent gefördert. „Die restlichen 35 Prozent müssen ja auch bezahlt werden.“ Würde die Viertelmillion tatsächlich voll ausgeschöpft, würden 87 500 Euro zu Lasten der Gemeinde übrig bleiben. 

Auch Ina Bimberg betonte, dass eine große Asphaltfläche zu Übungszwecken der Feuerwehr weder mit Bänken noch anderen Gestaltungselementen bestückt werden und damit ziemlich leer aussehen könnte. Ortwin Schmidt hielt dem dagegen, dass ein Fahrradparkour aufgemalt und die Fläche so auch im Rest des Jahres genutzt werden könne. Kompromiss war schließlich eine mögliche Erweiterung des Festplatzes auf etwa 700 Quadtratmeter, wozu der „Fluss-Blick“ und der Kinderspielplatz nach hinten verschoben würden. 

Neuer Entwurf im November zu erwarten 

Ein großes Fragezeichen ist in der Projektplanung noch die Deutsche Bahn. Ihr gehört die Böschung zur Bahnstrecke, weshalb nicht klar ist, ob diese mit in die Planungen eingebunden werden kann oder nicht. „Wir nehmen mit: Der Platz ist zu klein, die anderen Angebote sind soweit richtig“, fasste Ina Bimberg die Diskussion zusammen. Nun müsse zunächst die Nutzung der Böschung zur Bahn geklärt und dann eine Alternative mit größerem Festplatz entwickelt werden. Eine Planungswerkstatt wird es dazu laut Ralf Bechtel aber nicht mehr geben. „Der neue Entwurf soll bei einem Vorstellungstermin präsentiert werden“, sagte er. Zu rechnen sei damit vermutlich im Laufe des Novembers.

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