Bürgerbeteiligung zum Volmepark

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Derzeit ist das Gewässer im Volmepark verdreckt und veralgt. Dies soll sich ändern. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Über die Zukunft des Volmeparks wird Mittwochabend, 22. August, ab 19 Uhr im Ratssaal diskutiert. Im Zuge des Regionaleprojektes „Oben an der Volme – Ein Fluss verbindet“ plant die Gemeinde unter anderem die Umgestaltung in einen Mehrgenerationenpark. Mit der Umsetzung soll im kommenden Jahr begonnen werden.

Denkbar seien dabei grundsätzlich zwei Ausführungsmöglichkeiten, heißt es von Seiten der Gemeinde. In dem als Variante eins bezeichneten Plan handelt es sich um eine Skizze des Landschaftsarchitekten Roland Pfeiffer, die im Rahmen eines Ideenwettbewerbes 2009 mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Die Planungen sehen vor, den Teich zu behalten.

Um aber den Teich dauerhaft zu erhalten und die derzeitige Situation zu verbessern, seien allerdings Arbeiten an dem Teich erforderlich, heißt es in einem Bericht von Roland Pfeiffer.

Die Undichtigkeit des Teiches führe zu einem stetig absinkenden Wasserspiegel. Dies mache sich in Zeiten, in denen auch in der Volme wenig Wasser vorhanden ist, besonders bemerkbar. „Das Algenwachstum nimmt mit absinkendem Wasserspiegel weiter zu, da sich das verbleibende Wasser auch durch die geringere Wassertiefe schneller erwärmt“, erklärt Pfeiffer.

Durch Entenfütterung und Kot der Tiere finde eine Anreicherung von Nährstoffen statt, die das Algenwachstum weiter beschleunigen. Pfeiffer: „Aus gewässerökologischer Sicht und als Biotop hat der Teich durch die umgebenden Straßen keine Funktion und Bedeutung.“

Da die momentane Teichsituation auf Dauer so nicht bleiben könne, werden Kosten für den Umbau des Teiches und des Wehres mit einer zehnjährigen Unterhaltung in einer Höhe von grob geschätzt 126 600 Euro entstehen, meint Pfeiffer. „Diese Kosten wären zusätzlich zur Umgestaltung des Volmeparks erforderlich.“

Zweite Variante

ohne Teich

Die mögliche Verknüpfung der Umgestaltung des Volmeparks mit dem Regionaleprojekt des Märkischen Kreises „Ein Kreis packt aus“ hat Pfeiffer zudem zum Anlass genommen, eine zweite Variante zu erarbeiten. Dieser sieht die Verfüllung des Teiches unter anderem zugunsten einer geringfügigen Aufweitung der Volme und der Anlegung einer Wasserspielfläche vor.

Die Beseitigung des Teiches wäre laut den Planungen „eine gewässerökologische Verbesserung und finanziell förderfähig, ginge jedenfalls nicht zu Lasten der Gemeinde“. Im Zusammenhang mit einer Aufweitung des Flussbettes im Bereich des Volmeparks, was auch wiederum förderfähig wäre, könne der hierbei gewonnene Erdaushub kostenlos für die Teichverfüllung verwendet werden.

Das Büro Viehbahn-Sell ist mit Untersuchungen beauftragt, die eine erste Einschätzung des Gewässerzustandes des Teiches im Volmepark ermöglichen. Über die Ergebnisse wird berichtet. ▪ mc

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