Zwei neue Heizkessel am Löh angeliefert

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Die Heizkessel wurden mit einem Kran abgeladen – der Heizungskeller mit großen Türen, die die Anlieferung erleichtern, befindet sich in einem Anbau vor der Schwimmhalle. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Die energetische Sanierung der öffentlichen Gebäude in Schalksmühle geht voran. Gestern wurden zwei „Spitzenlastkessel“ für die neue Heizungsanlage im Gebäudekomplex rund um das Pädagogische Zentrum am Löh geliefert.

Schon seit Anfang August sind Mitarbeiter der Wolter GmbH aus Gelsenkirchen mit den Arbeiten im Zusammenhang mit dem neuen Blockheizkraftwerk (BHKW) beschäftigt. Rund 400 000 Euro sind für die Gesamtmaßnahme veranschlagt, ein Großteil davon kommt aus Mitteln des Konjunkturpaketes II der Bundesregierung.

Das alte BHKW war, so erklärt Jörg Kückelhaus vom Bauamt der Gemeinde, in die Jahre gekommen und entsprechend störungsanfällig. Ziel der gesamten Maßnahme ist daneben neben der Modernisierung aber auch eine deutliche Energieeinsparung.

Um die beiden Schulen, die Turn- und die Schwimmhalle zuverlässig mit warmem Wasser und Wärme zu versorgen, sei die Investition geboten gewesen. Der Austausch der alten Anlage erfolgt nach und nach, so dass während der gesamten Maßnahme die Wärme-Versorgung am Löh garantiert ist. Der Heizungskeller für das gesamte Areal befindet sich in einem Anbau vor der Schwimmhalle. Dort konzentrieren sich derzeit die Arbeiten.

Gestern verfolgten Kückelhaus und Dirk Püttmann, in dessen Händen bei der Firma Wolter die Bauleitplanung für das Projekt liegt, die Lieferung der beiden Kessel. Sie haben eine Leistung von jeweils rund 400 Kilowatt und werden an der Stelle aufgebaut, wo bisher das alte BHKW stand. Sie werden dann zum Einsatz kommen, wenn die Wärme, die das neue Kraftwerk als Abwärme bei der Energieerzeugung produziert, nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken. Einen solchen Kessel gab es auch bisher – er ist noch in Betrieb und wird abgeschaltet, sobald seine „Nachfolger“ laufen. Dann wird er demontiert und an seiner Stelle das neue Blockheizkraftwerk installiert. Das wird voraussichtlich Ende September der Fall sein.

Zusätzlich wird auch das Rohrsystem erneuert – da die meisten Leitungen vom Keller aus zugänglich sind, sind dafür keine Erdarbeiten nötig. Unter der Decke sind bereits die ersten Rohre verlegt. Auch da gilt: Erst wenn sie angeschlossen sind, wird das alte System demontiert. Von dem zentralen Heizungskeller aus werden zunächst alle Gebäudeteile mit warmen Wasser versorgt. Dort gibt es jeweils weitere Verteiler.

Eine wesentliche Neuerung wird auch die moderne Gebäudeleittechnik sein, die für das Heizungssystem installiert wird. Damit ist eine externe Steuerung, beispielsweise vom Rathaus aus, möglich. Gleichzeitig werden Wartungsarbeiten erleichtert. „Das läuft per Telefon“, erklärt Püttmann. ▪ gör

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