Zusammenlegung der Schulstandorte im Herbst?

Der Rat trifft am Montag die Entscheidung über die Zusammenlegung der beiden Verbundschulstandorte.

SCHALKSMÜHLE ▪ Die Weichen stehen auf Fusion: In nicht öffentlicher Sitzung votierte der Schulausschuss am Mittwoch einstimmig für die Zusammenlegung beider Verbundschulstandorte „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ am Löh. Bereits nach den Herbstferien könnte es so weit sein. Am Montag entscheidet der Rat.

Vorausgegangen war eine Umfrage unter den Eltern, die sich mit einer deutlichen Mehrheit für die Zusammenlegung der beiden Verbundschulstandorte aussprachen.

„Die Politik hat jetzt ein klares Zeichen gesetzt“, sagte Bürgermeister Jörg Schönenberg auf Anfrage unserer Zeitung. Damit meinte er den einstimmigen Beschluss – in nicht öffentlicher Sitzung – des Schulausschusses. Damit „empfiehlt der Ausschuss dem Rat, die Zusammenlegung der beiden Schulstandorte zum nächstmöglichen Zeitpunkt“, heißt es in der Beschlussfassung.

Zu der Frage, ab wann alle Schüler der Verbundschule einen Standort besuchen, sagte Bürgermeister Schönenberg: „Tendenziell direkt nach den Herbstferien“.

Der Ausschuss habe die Ausführungen der Schulleiterin zu den „derzeitigen organisatorischen und pädagogischen Schwierigkeiten der Versorgung an beiden Schulstandorten zur Kenntnis“ genommen. Danach sei schon jetzt bedingt durch den notwendigen Wechsel von Lehrern von einem zum anderen Standort die pädagogische Qualität der Betreuung schwierig und beeinträchtigt. „Dieser Zustand würde sich nach dem absehbaren Weggang weiterer Lehrer deutlich verschärfen“, heißt es in den Ausschussunterlagen.

Ferner nehme der Ausschuss die Voten von Schulpflegschaft und Schulkonferenz zur Kenntnis, die sich für eine baldige Zusammenlegung ausgesprochen haben.

„Das ist wirklich eine gute und wichtige Entscheidung“, betonte Daniela Schröder. Die Leiterin der Verbundschule sagte, dass – dem Ratsbeschluss vorausgesetzt – „ordentlich losgelegt“ werden könnte. Sie hoffe, dass sich die Gedankengänge wie „die da und wir da“ dem Ende angehören und der Leitspruch der Schule „Gemeinsam in die Zukunft“ gelebt werde.

Dort sei nun allerdings noch „ein großer Batzen Arbeit“ zu erledigen. „Pädagogisch wird die Schule davon profitieren“, verdeutlichte Schröder. Vor allem durch die eingesparten Wege, ein gemeinsames Lehrerzimmer und Co. fielen Belastungen für die Lehrkräfte weg, die letztlich der Bildung der Schüler zugute kämen. Schröder: „Daher freuen wir uns sehr.“ ▪ Matthias Clever

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