Sekundarschule ist vom Tisch

In Schalksmühle wird es mangels Schüler keine Sekundarschule geben.

SCHALKSMÜHLE ▪ Nach einem gemeinsamen Abstimmungsgespräch der Kommunen Halver und Schalksmühle ist es nun Gewissheit: Die Vorstellung von einer gemeinsamen Sekundarschule ist wie eine Seifenblase zerplatzt.

„Wir werden nie auf 75 Schüler kommen“, erklärte Bürgermeister Jörg Schönenberg. Diese wären aber nötig, um gemeinsam mit Halver eine Sekundarschule zu schaffen.

„Der Wunsch danach war sehr groß“, sagte Schönenberg. Euphorisch sei man damals in die gemeinsame Ratssitzung gegangen. Aber die Schülerzahlen reichen einfach nicht aus. Am Mittwoch sei man schließlich in einer ehrlichen Diskussion zu der endgültigen Erkenntnis gekommen, dass man scheitern würde. „Wir müssen den Eltern ein Signal geben“, machte der Bürgermeister klar. Es habe nicht am Glauben an die Zusammenarbeit mit Halver gefehlt, aber eben an der Anzahl der Schüler. „Für uns ist das ein Schlag, aber wir müssen mit den Zahlen umgehen“, gibt Schönenberg zu.

Aufgeben will er jedoch nicht: „Wir müssen alles tun, ein Angebot für Kinder, die die Grundschule verlassen, hier vor Ort zu haben.“ Dafür sollen jetzt sämtliche Möglichkeiten ausgelotet werden. Genaue Lösungsvorschläge gebe es derzeit aber noch nicht. „Es gab keine Parallelgedanken, weil wir uns ernsthaft auf eine Partnerschaft konzentriert haben. Wir haben nicht an zwei Fronten gespielt“, erklärte Schönenberg.

In nächster Zeit werde ein Fahrplan über das weitere Vorgehen erstellt. Dazu wird es auch im Fachausschuss viele Diskussionen geben. Jetzt müsse man die bittere Erkenntnis jedoch erst einmal verdauen: „Auch wenn man damit gerechnet hat, muss man es verarbeiten.“ ▪ Jana Peuckert

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