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Flüchtlinge im MK: Erste ukrainische Familien kehren zurück

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Von: Monika Salzmann

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Volles Haus im Westfälischen Hof beim ersten Treffen..
Volles Haus im Westfälischen Hof beim ersten Treffen. © Privat

76 Flüchtlinge aus der Ukraine leben derzeit in der Gemeinde Schalksmühle. Zwischenzeitlich waren es mal mehr, denn „es sind schon einige zurückgegangen“, berichtet Silvia González Algaba, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste und Soziales im Rathaus, auf Nachfrage. Eine Familie sei nach Kiew zurückgekehrt. Andere seien Richtung Norden umgezogen.

Schalksmühle - Die 16 Holzhütten auf dem Jahnplatz, die 2015 im Zuge der Flüchtlingskrise angeschafft worden waren und in den vergangenen Wochen vorsorglich für die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine hergerichtet wurden, seien zur Hälfte belegt. Viele Ukrainer seien nach wie vor privat untergebracht. Die Ersten seien jedoch auf der Suche nach einer eigenen Wohnung.

Insgesamt sei der Zustrom an Flüchtlingen aus der Ukraine jedoch geringer geworden, berichtet die Fachbereichsleiterin. „Es kommen recht wenige.“ Dies sei jedoch nicht nur in Schalksmühle, sondern überall zu beobachten.

Jetzt gehe es um die Integration. Zum Teil hätten die Flüchtlinge schon Termine beim Jobcenter gehabt. Registriert seien mittlerweile alle, die bis jetzt gekommen sind. Bei vielen sei der Wunsch nach einer eigenen Wohnung groß, was auch mit Pflichten, Renovierung und der Anschaffung von Möbeln verbunden sei. „Das kann nicht von heute auf morgen gehen.“ Mike Dulas, der bei der Gemeinde Schalksmühle unter anderem für Asylbewerber zuständig ist, und das Netzwerk Flüchtlingshilfe würden den Menschen dabei helfend zur Seite stehen.

Sprachkurse und Schulbesuche

Damit die Ukrainer erste Sprachkenntnisse erwerben können, wird an drei Tagen im Westfälischen Hof, wo das Netzwerk Flüchtlingshilfe bekanntlich eine Begegnungsstätte für Flüchtlinge betreibt, Deutschunterricht angeboten. Die Kinder gehen unterdessen in die Schule. „Die meisten gehen zur Primusschule, einige aber auch zur Grundschule Spormecke.“

An der Primusschule erteile eine Deutschlehrerin aus der Ukraine, die auch bleiben wolle, den Sprachunterricht. Ältere Kinder sollen an der Berufsschule untergebracht werden.

Weitere Flüchtlinge

Insgesamt, fasst Silvia González Algaba zusammen, seien weniger Menschen aus der Ukraine gekommen als erwartet. Die Hütten in Gänze herzurichten, sei jedoch auf jeden Fall richtig gewesen. „Die Sachen waren ja noch da. Das haben wir richtig gemacht.“

Neben den Flüchtlingen aus der Ukraine sind jüngst auch 20 Ortskräfte aus Afghanistan in Schalksmühle angekommen – darunter zwei Großfamilien. „Die Ortskräfte sind sehr bemüht, sich zu integrieren, und sprechen sehr gut Englisch“, weiß die Fachbereichsleiterin. Mit der Kultur hierzulande hätten die Menschen wenig Probleme.

Was wird noch gebraucht?

Nach wie vor kann das Netzwerk Flüchtlingshilfe Bälle aller Art für die Kinder und Jugendlichen gut gebrauchen, wie Irmtraud Quenzel vom Netzwerk ergänzt. Auch Kinder- und Jugendfahrräder sowie gut erhaltene Rucksäcke für die älteren Schüler sind mehr als willkommen. Ebenso tatkräftige Unterstützung bei Umzügen inklusive Transportfahrzeugen, mit denen Möbel transportiert werden können. Wer weiterhelfen kann, wird gebeten, sich im Westfälischen Hof an der Hälverstraße 23 in Schalksmühle zu melden.

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