Mobiler und sicherer - Gemeinde sorgt für die Zukunft vor

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Weniger Autos, dafür mehr Fußgänger? Das Zukunftsnetz Mobilität soll diese und weitere Fragen für Schalksmühle klären.

Schalksmühle - Mobiler und sicherer in der Zukunft sein – das möchte die Gemeinde Schalksmühle angesichts des Klimawandels, der demografischen Entwicklung, der Verkehrssicherheit und der Ressourcenknappheit. Um diese Herausforderung meistern zu können, soll Schalksmühle Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität werden. Zudem werden Gehwege überprüft.

 Ziel soll es unter anderem sein, Mobilität mit weniger Kfz-Verkehr zu gewährleisten. Für eine nachhaltige Entwicklung seien intelligente, vernetzte und vor allem verkehrsmittelübergreifende, aber auch verkehrssparende Lösungen gefragt, heißt es in der entsprechenden Vorlage, die dem Gemeinderat am Montagabend vorgelegt wurde. 

Vorstellbar seien, so ist zu lesen, kombinierte Angebote aller Verkehrsträger – Bus, Bahn, Fahrrad, Fußgänger, Sharing-Systeme und Mitfahrautos. Das Zukunftsnetz möchte Kommunen bei der Initiierung des kommunalen Mobilitätsmanagements – eine zielführende Strategie, die Maßnahmen aus unterschiedlichen Bereich systematisch zusammenführt – unterstützen. 

So könnte Schalksmühle, so der Wunsch der Verwaltung, davon vielfach profitieren. Best-Practice-Beispiele sowie der interdisziplinäre Austausch zwischen Kommunen, Land, Hochschulen und Fachleuten sollen einen kontinuierlichen Wissenstransfer gewährleisten. Zudem sollen die Mitarbeiter weitergebildet werden. Außerdem erhält man Zugriff auf Fördermittel für Verkehrssicherheitsmaßnahmen (Europäische Mobilitätswoche), für Projekte in Schulen (Radfahren in der Grundschule) oder für Verkehrszähmerkonzepte (bei Problematik der Elterntaxis).

Unterstützung für Kommunen

Die Verwaltung habe bereits im vergangenen Jahr bei der Verkehrssicherheitswoche von dem Netzwerk profitiert. Auch im Zusammenhang mit dem Verkehrsentwicklungsplan (VEP) biete die Mitgliedschaft die Möglichkeit, sich für die Umsetzung Ideen, Fördermittel oder weitere Unterstützung durch die Koordinierungsstelle zu holen, heißt es weiter. 

Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft, die für die Kommunen kostenlos ist, ist die Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung durch Bürgermeister Jörg Schönenberg. Diese wird noch in Absprache mit der Koordinierungsstelle des Netzwerkes ausgearbeitet. Dem Wunsch der Verwaltung konnte Montag im Rat entsprochen werden. Einstimmig votierten die Politiker aller Fraktionen dafür, dass der Verwaltungschef damit beauftragt wird, die entsprechende Rahmenvereinbarung abzuschließen. 

Gemeinde prüft Schulwege

„Grundsätzlich ist der Vorschlag, dem Netzwerk beizutreten, zu begrüßen. Er ist durchaus sinnvoll“, sagte Klaus Nelius (UWG) und fasste damit die Haltung der anwesenden Politiker zusammen. Ein weiterer Punkt war der Antrag der CDU-Fraktion. Sie möchte die Verwaltung beauftragen, jene Straßen zu prüfen, die sich außerhalb geschlossener Ortschaften befinden und die keine beleuchteten Gehwege oder Gehstreifen haben. Dabei sollen auch mit Blick auf die Schulzeiten die Taktung der Öffentlichen Verkehrsmittel berücksichtigt werden. Die Situation zwischen Kuhlenhagen und Linscheid ist für die Christdemokraten der Ausgangspunkt ihres Antrags. Sie leiten daraus ab, dass es die Probleme auch in anderen Bereichen der Gemeinde gebe. 

Die Politiker stimmten geschlossen dafür, die Machbarkeit prüfen zu lassen und anschließend im Bau- und Planungsausschuss zu beraten. Bürgermeister Jörg Schönenberg merkte aber an, dass man solche Änderungen nicht von heute auf morgen durchführen könne. Möglich sei es, Teillösungen zu erarbeiten.

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