Programm "Dritter Ort"

Kreuzkirche soll Kopf stehen - Pläne zur Nutzung

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Die Kreuzkirche am Mathagen soll zu einem Ort der Begegnung werden.

Schalksmühle - Bekanntlich soll die Kreuzkirche am Mathagen von der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück aufgegeben werden. Die Gemeindeverwaltung möchte den Gebäudekomplex aber auch in Zukunft erhalten und zu einem Ort der Begegnung werden lassen. Was die Verantwortlichen genau planen, das können die Bürger bald erfragen.

Unter zahlreichen Bewerbungen erhielt Schalksmühle eine Zusage zur ersten Phase des Förderprogramms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft. Der Vorschlag ist, in dem leer stehenden Kirchenkomplex ein Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum entstehen zu lassen und zudem der örtlichen Musikschule, der VHS und anderen lokalen Gruppierungen eine weitere Heimat zu bieten. 

Das Förderprogramm gliedert sich in zwei Stufen: 

  • die Entwicklung von Konzepten für die (Weiter-)Entwicklung einer Kultureinrichtung (Laufzeit Oktober 2019 bis September 2020) – für die Konzeptaufstellung kann die Gemeinde zunächst mit 50 000 Euro rechnen – und 
  • die Umsetzung von Konzepten (Laufzeit Februar 2021 bis Dezember 2023). Bis Ende Juli hatte die Gemeinde Zeit, einen ausführlichen Projektantrag einreichen und erhielt dann zum 1. Oktober die erste Förderung, die für externe Beratung, Prozessbegleitung, Beteiligungsformate, Veranstaltungen, Gutachten, künstlerische Projekte und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben werden kann. Der Fördersatz beträgt maximal 80 Prozent, der zu erbringende Eigenanteil soll vollständig durch bürgerschaftliches Engagement aufgebracht werden.
„Was wird aus der Kreuzkirche?“, fragt die Gemeinde und gibt direkt eine mögliche Antwort: „Aus Kirche wird ein Ort, den wir gemeinsam gestalten.“

Am Ende soll ein Nutzungskonzept samt Kosten, Trägerschaften und Zeitplan stehen, dass bis Ende September 2020 für die zweite Förderphase einzureichen ist. In dieser werden dann die Mittel für die bauliche Umsetzung frei. Der maximale Förderbetrag ist dann 600 000 Euro – 150 000 Euro Eigenanteil. müsste selbst aufgebracht werden. 

Bürgerinfo am 6. November

Um die Bürger an diesem Projekt mitwirken zu lassen, soll es am 6. November eine erste öffentliche Bürgerinfo geben. Persönlich eingeladen sind dazu auch die Vorstände der heimischen kulturtragenden Vereine, einige der Verwaltung bekannte, private Kulturinteressierte und auch die Siedlergemeinschaft Mathagen als Vertreter der Nachbarschaft. Dass das Projekt auch von offizieller Seite sein Okay bekommt, da ist sich Anja Wolf, die zuständige Fachbereichsleiterin bei der Gemeinde, sicher. 

„Der offizielle Förderbescheid der Bezirksregierung steht noch aus. Auf der Seite des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW werden wir aber schon als ausgewähltes Projekt der Förderphase 1 genannt. Ich stehe telefonisch und per E-Mail in Kontakt mit dem dort zuständigen Mitarbeiter.“ Wie es weitergeht, erklärt Anja Wolf: „Das Ministerium hat das Büro startklar a+b GmbH aus Köln als sogenanntes Programmbüro eingesetzt. Dieses unterstützt uns und die anderen 16 teilnehmenden Kommunen bei der Konzeptentwicklung. 

Das Büro gibt uns zunächst einen groben Leitfaden für die Projektplanung an die Hand, eine Zeitplanung und die wichtigsten Themen, die bei der Konzepterstellung berücksichtigt werden müssen. Wir haben dort mit Tobias Bäcker einen persönlichen Ansprechpartner.“ Dieser war Ende Juli auch bereits vor Ort und hat den Einstieg in die Konzeptphase mit uns besprochen. 

Auftaktgespräch im Sommer

Bei diesem Auftaktgespräch seien auch Vertreter der VHS und der Musikschule sowie die Vorsitzenden der beiden Fachausschüsse Kinder, Jugend, Schule sowie Kultur und Sport dabei, erklärt die Fachbereichsleiterin weiter. Das Büro startklar organisiere außerdem Informations- und Impulsveranstaltungen für die Akteure der ersten Förderphase und auch für die Bewerber der zweiten Förderphase. Mitte September durfte Anja Wolf beispielsweise an einer ganztägigen Veranstaltung zum entsprechenden Thema im Haus der Kultur und Begegnung in Waltrop teilnehmen. „Mit einigen Hausaufgaben im Gepäck bin ich von dieser sehr interessanten Veranstaltung nach Hause gefahren.“

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