Besondere Maßnahmen in der Festhalle

Ende der Corona-Pause: „Sistaz“ bringen Kultur zurück in die Gemeinde

Die „Zucchini Sistaz“ Sinje Schnittker, Jule Balandat und Tina Werzinger (v. links) ließen Freitag in der Festhalle Spormecke Corona vergessen.
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Mit falschen Wimpern und echter Musik: Die „Zucchini Sistaz“ Sinje Schnittker, Jule Balandat und Tina Werzinger (v. links) ließen Freitag in der Festhalle Spormecke Corona vergessen.

Unter erschwerten Bedingungen startete die Gemeinde Schalksmühle am Freitag in der Festhalle Spormecke die Reihe ihrer Kulturveranstaltungen. „Wir möchten gern Menschen, die Kultur erleben möchten, ein Angebot machen“, wandte sich Anja Wolf, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur und Sport, mit Blick auf die „etwas anderen Rahmenbedingungen“ an das Publikum.

Schalksmühle – Mit maximal 80 Besuchern (statt 240), Abstand zwischen den Stühlen, getrenntem Ein- und Ausgang und anderen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen sollte bestmöglich für den Schutz der Besucher in Pandemiezeiten gesorgt sein. Corona und wieder ansteigende Infektionszahlen machten unterdessen die „Zucchini Sistaz“ aus Münster, die am Freitag gleich zwei verkürzte Vorstellungen gaben, mit erfrischender „gemüsikalischer“ Unterhaltungskunst vergessen.

Nicht nur, dass sie ihr Publikum mit einem swingenden blauen Himmel frei von Sorgen begrüßten, stellten sie sich – Schwangerschaften geschuldet – auch noch augenzwinkernd als „das einzige Triplett, das es schafft, zu fünft auf der Bühne zu stehen“ vor. Im Gepäck hatten Sinje Schnittker, das singende instrumentale Multitalent an Trompete, Posaune, Akkordeon und anderem Klimbim, die singende Kontrabassistin Jule Balandat und ihre singende Mitstreiterin Tina Werzinger an der Gitarre und „Schnukulele“ (Ukulele) ihr Programm „Falsche Wimpern – Echte Musik“ sowie Charme, Witz und sprühenden Esprit.

„Gräser-Hüte“ und grünes Outfit

Grün, ihre erklärte Lieblingsfarbe, trugen sie im Outfit und glamourösen „Gräser“-Hüten – ausgesät und frisch geerntet von Tina Werzinger als Bandmitglied mit dem grünen Daumen – zur Schau. Zu dritt machten sich die drei „Gemüseschwestern“ daran, eine ganze Big-Band zu ersetzen. Ob sie dabei den Sport für sich entdeckten („Ich hab ein kleines Pi-Pa-Paddelboot“), galant Körbe verteilten („Tut mir leid, heute hab‘ ich keine Zeit“) oder die Zucchini zum Hauptdarsteller in der Gemüseküche erhoben: Dreistimmig gesungen, instrumental vielstimmig in Szene gesetzt und mit entwaffnender Situationskomik garniert, gingen alle Songs leicht und unterhaltsam ins Ohr.

Auf Deutsch, Englisch und Französisch versprühten die „Sistaz“, die aus einem großen musikalischen Fundus schöpften, gute Laune. Während des Lockdowns nicht nur von Isolation, sondern gleich von „Trisolation“ betroffen („Das hat sich angefühlt wie Rennpferde in der Box, die nicht aufgeht“), kokettierte das Trio ebenso famos mit der goldenen Ära der Swing-Musik als auch mit Populärmusik jüngeren Datums.

Wenn es Publikum to go gäbe, Sie wären unsere Wahl!

Zucchini Sistaz

Täuschend echt imitierte „Schnittchen“ Schnittger da auf der Posaune einen knatternd und holprig anspringenden Motor, um dann umso rasanter auf der „Autobahn“ zu fahr‘n. Mit dem Cha-Cha-Cha „Tico Tico“ und südamerikanischem Temperament gelang der Sprung in die Swing-und-Boogie-Woogie-Ära. Bei „Monotonie“ (in der Südsee) zeigten die Sisters Gefühl. Ihr Publikum, das beharrlich eine Zugabe einforderte, hätten die Münsteranerinnen am liebsten mitgenommen. „Wenn es Publikum to go gäbe, Sie wären unsere Wahl!“, hieß es da.

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