Windkraft am Worthberg

Zeitplan für Windräder im MK gekippt

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Windkraftanlagen auf dem Worthberg: Eine Visualisierung von EnBW, zeigt, wie es bald von der Bahnhofstraße aus aussehen könnte.

Zwei Windräder sind an einer Stelle im Märkischen Kreis geplant. Ursprünglich sollten die Arbeiten demnächst beginnen, doch der Zeitplan wurde gekippt. Das hat einen Grund.

Schalksmühle/Halver – Nachdem es im vergangenen Jahr im Rahmen eines Erörterungstermins im Lüdenscheider Kreishaus zu einem Austausch zwischen dem Energieversorgungsunternehmen EnBW (Energie Baden-Württemberg) und Schalksmühler und Halveraner Bürgern sowie Trägern öffentlicher Belange kam, verschiebt sich der Zeitplan für die auf dem Worthberg geplanten drei Windräder.

Insgesamt gingen damals 20 Einwendungen bei den Projektverantwortlichen ein, die sich auf Punkte wie Grundwasser, Rückbau, Brandschutz, Schatten, Optik, Denkmalschutz, Naturschutz, Artenschutz, Bergbau, Eiswurf, Schwingungsübertragungen und Immobilienwertminderung im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben beziehen. Eine Entscheidung seitens des Märkischen Kreises, der die Genehmigungsunterlagen prüft, die Träger öffentlicher Belange beteiligt und am Ende über den Antrag entscheidet, stand im Bezug auf die Genehmigung dieses Vorhabens damals noch aus.

Es fehlen weiterhin Unterlagen

Und auch nach dem Jahreswechsel hat sich die Kreisverwaltung, wie wir erfuhren, noch nicht endgültig entscheiden können. Laut vorgelegtem Zeitplan der EnBW sollte das Verfahren im ersten Quartal 2021 abgeschlossen sein. „Eine Genehmigung wurde noch nicht erteilt. Der Zeitplan von EnBW wird – soweit für Januar 2021 die Genehmigungserteilung vorgesehen war – nicht mehr weiter verfolgt“, erklärt Ursula Erkens, Pressesprecherin der Kreisverwaltung, auf Anfrage. „Es wurden noch nicht alle entscheidungserheblichen Unterlagen zur Genehmigungserteilung seitens EnBW vorgelegt.“

Eine genaue Erklärung, warum dies noch nicht erfolgt ist, gibt Miriam Teige, Pressesprecherin Windenergie bei EnBW: „Es werden derzeit noch Themen bearbeitet, die beim Erörterungstermin angesprochen wurden.“ Das Unternehmen gehe aktuell von einer Entscheidungsfindung Anfang des zweiten Quartals 2021 aus.

Welche Konsequenzen diese Verzögerung auf die Planung des Energieunternehmens am Worthberg hat, kann man laut der Sprecherin noch nicht benennen. Die eingegangenen Einwendungen würden von der EnBW genau geprüft und hierzu Rückmeldung an den Märkischen Kreis gegeben. Dieser prüfe gerade abschließend. Dort geht man aktuell noch davon aus, dass das Projekt von Unternehmensseite im bisherigen Umfang weiter verfolgt wird.

Windräder sollen Mitte 2022 an den Start gehen

Die Verzögerung hat das Unternehmen bereits in seine weitere Planung eingerechnet. Vorgesehen war ursprünglich, dass ab dem ersten Quartal 2021 die ersten Bauteile für die drei WEA geliefert werden können, der Bau startet und die Inbetriebnahme bis zum zweiten Quartal 2022 durchgeführt werden kann.

„Durch eine Fristverlängerung der Genehmigungsentscheidung wird sich auch der Zeitplan entsprechend verzögern. Wenn wir die Entscheidung im zweiten Quartal dieses Jahres erhalten, werden wir in diesem Jahr an der EEG-Ausschreibung teilnehmen. Die Ausschreibungstermine der Bundesnetzagentur sind jeweils der 1. Februar, der 1. Mai und der 1. September eines Jahres. Wenn wir den Zuschlag erhalten, rechnen wir in der Regel mit einem Jahr bis zur Inbetriebnahme. Hinzu kommen Rodungszeiträume. Gerodet werden darf nur in der laubfreien Zeit“, erklärt Miriam Teige.

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