Wurzelpilz sorgt für Baumfällung

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Ein Pilz in den Wurzeln sorgt dafür, dass zahlreiche Lebensbäume auf dem Friedhof in Heedfeld kurzum gefällt werden müssen. Die Gefahr ist zu groß, dass die Bäume einfach umfallen.

Heedfeld - Die Entscheidung sei der Gemeinde nicht leicht gefallen, doch um die Verkehrssicherheitspflicht zu gewährleisten, müssen die Bäume weg. „Schweren Herzens“, wie Pfarrerin Doris Korte sagt. Zahlreiche Lebensbäume am Friedhof Heedfeld sind an den Wurzeln von einem Pilz befallen und müssen noch bis Ende des Monats gefällt werden.

Von Alisa Kannapin

Spätestens als kürzlich ein Baum, der äußerlich eigentlich noch gesund aussah, plötzlich umgefallen auf dem Friedhof gelegen hätte, sei klar gewesen, dass die Gemeinde nun schnell handeln muss. „Da war der Schock groß“, sagt Doris Korte.

Die Gemeinde bat den Fachbereich Naturschutz und Landschaftspflege des Märkischen Kreises um Amtshilfe und um eine Einschätzung des Zustands der Bäume. „Unser Fachmann stellte am 5. Februar gemeinsam mit dem Baumchirurgen Guido Kettling fest, dass sich einige der Bäume bereits verfärbt hatten“, erklärt Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises. Bei den bereits umgefallenen Bäumen seien die Wurzeln bereits morsch gewesen und die Rinde hätte sich abgeschält. „Der Auslöser ist ein Pilzbefall. Wir sprachen dann die Empfehlung aus, die Bäume zu fällen, da durchaus Gefahr in Verzug ist“, sagt Klein. Die Abholzung müsse allerdings noch bis Ende des Monats passieren, da von März bis Oktober ein allgemeines Fällverbot aufgrund der Brutzeiten der Vögel gelte.

Das Presbyterium der Kirchengemeinde habe schließlich lange diskutiert und letztlich schweren Herzens beschlossen, die Bäume zu fällen. „Wir hatten erst noch die Hoffnung, dass wir nur einzelne Lebensbäume fällen müssen, aber es müssen alle weg“, sagt Pfarrerin Doris Korte.

Für die Gemeinde werden die Holzarbeiten teuer – Korte rechnet mit einem vierstelligen Betrag. „Aber die Sicherheit geht vor. Es ist nicht auszudenken, was passiert, wenn ein Baum plötzlich bei einem Begräbnis umfällt und Menchen verletzt werden.“

So schnell wie möglich möchte die Kirchengemeinde wieder neue Bäume auf dem Friedhof pflanzen. „Doch das wird dauern, bis es dort oben wieder zugewachsen ist“, sagt Korte. Die Gemeinde würde sich freuen, wenn sich Menschen in Schalksmühle finden würden, die die Aufforstung des Friedhofes mit einer Spende unterstützen.

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