Thalwitzer bekommt den Bundesverdienstorden

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Wolfgang Thalwitzer (rechts) bekam die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland. Nachdem Landrat Thomas Gemke ihm diese Auszeichnung überreicht hatte, betonte Thalwitzer, dass ihn „das nur noch mehr motiviere, sich weiter einzusetzen“.

Schalksmühle - Ein Ehrenamt ist oft mit wenig Ehre, aber mit viel Arbeit, Einsatz, Zeit und Kraft verbunden. So formulierte es Landrat Thomas Gemke, bevor er gestern umso feierlicher dem Schalksmühler Wolfgang Thalwitzer den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland überreichte.

Die Medaille und die damit ausgedrückte Anerkennung seines Engagements habe Thalwitzer „in ganz besonderem Maße verdient“, so der Landrat. „Sie sind ein Vorbild für uns alle“, wandte sich der Landrat an den Geehrten.

Und viele Freunde und Mitstreiter Thalwitzers waren zur Feierstunde ins Rummenohler Restaurant Dresel gekommen. Sie sparten nicht an zustimmendem Applaus, um den unermüdlichen Einsatz ihres jahrelangen Wegbegleiters zu würdigen.

Vier Jahrzehnte ehrenamtliche Arbeit

Den Verdienstorden, verliehen vom Bundespräsidenten Joachim Gauck, bekommt Wolfgang Thalwitzer für vier Jahrzehnte voller ehrenamtlicher Arbeit in vielen Bereichen, wie Gemke in seiner Rede zusammenfasste:

Thalwitzer, der 1989 Alleininhaber des Bosch-Großhändlers Schöneborn in Lüdenscheid wurde und in Schalksmühle die Firma „Pneumatik und Hydraulik“ gründete, engagiert sich seit 1978 im Lions Club Lüdenscheid Medardus. Er ist Vorsitzender der mit einigen Lions-Freunden gegründeten Medardus-Stiftung.

Unterstützung für Hospizeinrichtungen

Mit Erträgen dieser Stiftung unterstützt Thalwitzer Hospizeinrichtungen in der Umgebung. Benefizveranstaltungen, Sammelaktionen und Initiativen, die er mit Herzblut organisierte, trugen dazu bei, dass das Stiftungskapital auf mehrere hunderttausend Euro gesteigert werden konnte. Zum Beispiel das Hospiz im Lüdenscheider Amalie-Sieveking-Haus wurde mit zahlreichen Ausstattungsgegenständen gestärkt, damit schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem Weg bestmöglich begleitet werden können. „Die Hospizarbeit ist eine wichtige, aber auch schwierige Aufgabe“, lobte Gemke das Engagement zum Wohle der Gesellschaft.

Viele Gäste applaudierten dem neuen Träger des Verdienstkreuzes. Bürgermeister Jörg Schönenberg (Mitte) und Landrat Thomas Gemke (Zweiter von rechts) hielten feierliche Reden.

Thalwitzer ist seit etwa drei Jahrzehnten aktives Mitglied des „Clubs Behinderter und ihrer Freunde Märkischer Kreis“ in Lüdenscheid. Im Jahr 1989 konnte er mit einer Spendensammlung seiner Taufkirche St. Georgen in Schwarzenberg für die Renovierung der Orgel einen Beitrag in fünfstelliger Höhe zur Verfügung stellen. Und von 1993 bis 2010 war Thalwitzer Handelsrichter am Landgericht Hagen.

"Immer eine gemeinsame Arbeit"

Thalwitzer selbst dankte seinen Weggefährten: „Es ist mir sehr wichtig, zu betonen, dass es immer gemeinsame Arbeit war.“ Und auch die Anregung, dass er den Orden verdient hätte, gehe auf das Konto seiner Freunde – „Ich bin seit dem 17. August, als ich von Herrn Gemke in Kenntnis gesetzt wurde, immer noch überrascht, dass alle Beteiligten fast eineinhalb Jahre zu dem Vorhaben dichthalten konnten“, sagte der Schalksmühler staunend.

Bürgermeister Jörg Schönenberg und Wolfgang Rahmer, ein guter Freund des Geehrten, bewegten die Gäste mit ihren Reden und führten viele weitere Eigenschaften auf, die Thalwitzer als tatkräftige Person ausmachen.

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