Kaufpreise für Eigenheime legen seit 2012 deutlich zu

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Trotz gestiegener Preise für Eigenheime wird in Schalksmühle, wie im Baugebiet „Im Schlah“, weiterhin gebaut.

Schalksmühle - Im Vergleich zu den Nachbarstädten Halver und Kierspe sind Wohnraum und Grundstücke in Schalksmühle nicht übermäßig teuer. Auch der Mietpreis ist in den letzten Jahren nicht wesentlich gestiegen. Bauherren müssen jedoch in der Volme-Gemeinde deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Das geht aus dem Wohnungsmarktbericht 2015 hervor, den die NRW.Bank vorgestellt hat. Ziel der landesweiten Wohnungsmarkt-Beobachtung durch die NRW.Bank ist es, die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt zu analysieren und transparent darzustellen. Die Daten stammen aus der amtlichen Statistik. Den kommunalen Zahlen wird zur Verdeutlichung der Mittelwert der entsprechenden Gemeindegrößenklasse (GGK) gegenübergestellt.

Im Jahr 2014 belief sich der Gesamt-Wohnungsbestand in Schalksmühle auf 5425. Knapp die Hälfte (46,9 Prozent) davon sind Wohnungen, die vor 1970 gebaut wurden. Gemessen an der Größe der Gemeinde – sie lang im vergangenen Jahr bei 10 462 Einwohnern – waren davon 70,3 Prozent Wohnungen in Ein- oder Zweifamilienhäusern, 25,4 Prozent davon befanden sich in Mehrfamilienhäusern.

Zahl der Sozialwohnungen in Schalksmühle liegen im NRW-Durchschnitt

Der Anteil der geförderten Mietwohnungen (Sozialwohnungen) lag bei zehn Prozent; NRW-weit sind es nur marginal mehr. Insgesamt wurden 235 Bedarfsgemeinschaften (SGB II) in der Volme-Gemeinde gezählt. 17,5 Prozent der Wohnungen wurden von Personen unter 18 Jahren bewohnt, bei den über 75-Jährigen waren es sieben Prozent weniger.

Mit Blick auf die Kosten auf dem Wohnungsmarkt kann Schalksmühle mit den Städten Halver oder etwa Kierspe durchaus mithalten. In der Volme-Gemeinde lag der mittlere Preis für unbebautes Land bei 105 Euro pro Quadratmeter; in Halver mussten Bauherren 115 Euro und in Kierspe 110 Euro bezahlen.

Auch beim gemieteten Wohnraum spielen die drei Kommunen ungefähr in einer Liga. Ein Quadratmeter kostete in Schalksmühle und auch in Kierspe fünf Euro (mittlere Netto-Kaltmiete). Damit ist der Preis dort seit 2012 um 0,4 Prozent gestiegen beziehungsweise um 1,2 Prozent gesunken. Nur in Halver war die Miete um 20 Cent teurer (2012: +0,8 Prozent). Allerdings weist die Bank darauf hin, dass die dargestellten Mietpreise zwar die aktuelle Marktsituation am besten widerspiegeln, Rückschlüsse auf bestehende Mietverhältnisse aber nicht möglich sind.

Kosten für Eigenheime in Schalksmühle, Halve rund Kierspe auf gleichem Niveau

Auch in Sachen Kaufpreise für Eigenheime klaffen keine großen Lücken zwischen den Kommunen. Vielmehr sind in allen drei die Preise seit 2012 stark angestiegen. Der Mittelwert lag in Schalksmühle bei 208 667 Euro (2012: +22,9 Prozent). In Kierspe zahlte man 1715 Euro weniger (206 952 Euro, 2012: +13,9 Prozent). Etwas günstiger kamen die Käufer in Halver davon, hier lag der Kaufpreis bei 196 803 Euro (2012: +15,3 Prozent).

Eine herausragende Stellung nimmt Schalksmühle hingegen weiterhin beim Kaufkraftindex ein, der von der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) berechnet wird. Das durchschnittliche jährliche Nettoeinkommen pro Haushalt ist in der Gemeinde aktuell um knapp 35 Prozent höher als im landesweiten Durchschnitt.

Damit liegt Schalksmühle im Bezug auf die Kaufkraft deutlich vor der Volmestadt Kierspe, die nur knapp über dem NRW-Wert liegt (2,5 Prozent). Etwas stärker ist die Nachbarstadt Halver; die GFK stellte dort einen Wert von 13 Prozent über dem Landesdurchschnitt fest.

Weitere Informationen zur Wohnungsmarktbeobachtung in Nordrhein-Westfalen gibt es unter www.wohnungsmarktbeobachtung.de und auf der Internetseite der NRW.Bank unter www.nrwbank.de.

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