Michel aus Lönneberga macht Quatsch im PZ Löh

Unschuldslamm: Michel aus Lönneberga hat es faustdick hinter den Ohren – und trotzdem kann ihm niemand lange böse sein.

SCHALKSMÜHLE ▪ Was für ein Spektakel: Am Dienstag gastierte das Wittener Kinder- und Jugendtheater im PZ Löh. Mit dem Stück „Michel in der Suppenschüssel“ begeisterten die Schauspieler kleine und große Gäste. Und kamen ihnen teilweise ganz schön nah.

Jetzt ist es passiert: Michel steckt mit dem Kopf in der Suppenschüssel. Das tut weh. Und das alles nur, weil der Rest der Familie nicht pünktlich zum Essen kommt – der blonde Kerl wollte sie doch einfach nur probieren. Michels Mutter Alma ist entsetzt. Aber bevor es ihr so richtig Leid tut, hat sie ganz andere Sorgen. Sind die Ohren gewaschen? Natürlich nicht. Schuhe geputzt? Auch nicht. Trotzdem: Ein Arzt muss her – er soll den Sohn befreien. Und kaum trifft er ein, erledigt sich das Problem beim Alleingang zur Toilette von selbst – die Schüssel zerbricht. Sauer, dass das gute Stück nun zerstört ist, jagt Vater Anton seinen Sohn quer durchs PZ Löh. Entlang der staunenden Kinder, die Michel anfeuern. Ihn aber auch verpetzen – zum Beispiel wenn er sich unter dem Tisch versteckt, weil er die frisch gebackenen Zimtschnecken der Magd Lina vernascht hat.

Den Schauspielern des Wittener Kinder- und Jugendtheaters gelang es, die Kinder in das Stück miteinzubinden. Mit Witz, Charme und jeder Menge Humor präsentierten sie den Klassiker der Autorin Astrid Lindgren. Von Anfang an waren die kleinen Schalksmühler gefesselt. Vor allem der Lausbube Michel überzeugte durch seine sehr freche, aber auch gleichzeitig unheimlich charmante Art. Und die Zeit, die er zur Strafe im Schuppen saß, verbrachte er natürlich mit Holzschnitzen. ▪ Lisa-Marie Weber

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