„Wir sind im Zugzwang“

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Bürgermeister Jörg Schönenberg (links) und der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas erklärten gestern bei einem Pressegespräch die Vorteile einer gemeinsamen weiterführenden Schule von Schalksmühle und Halver. J

SCHALKSMÜHLE ▪ Nach Andeutungen sowohl aus dem Halveraner als auch aus dem Schalksmühler Rathaus wird es immer konkreter: eine interkommunale Zusammenarbeit im Schulbereich. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem Landtagsabgeordneten Gordan Dudas (SPD) sprach sich gestern Bürgermeister Jörg Schönenberg für eine gemeinsame Sekundarschule aus.

Die Zahl der Geburten geht in Schalksmühle weiter zurück. Mit 66 neugeborenen Schalksmühlern im vergangenen Jahr hat die Gemeinde einen neuen Negativ-Rekord aufgestellt. Damit ist klar, dass den Schulen in absehbarer Zeit noch mehr Schüler fehlen als ohnehin schon. „Die Zahlen lügen leider nicht – die Kinder sind ja schon geboren. Daher steht fest: Wir sind im Zugzwang“, erklärte Schönenberg.

Um dennoch in Schalksmühle langfristig eine weiterführende Schule halten zu können, setzt das Oberhaupt der Gemeinde auf eine Zusammenarbeit mit Halver.

„Kurze Beine, kurze Wege –daher brauchen wir neben unseren guten Grundschulen auch eine weiterführende Schule“, verdeutlichte Schönenberg. Durch eine solche Kooperation profitiere aber nicht nur die Volmegemeinde, sondern auch Halver: „Leuchtturm dieser Konstellation wäre das Anne-Frank-Gymnasium.“

Noch in diesem Monat finde ein nicht-öffentliches „Vertiefungsgespräch“ statt. „Sekundarschule – der Name ist noch keine Schule. Wir müssen ein überzeugendes Konzept ausarbeiten, in dem die Ausrichtung einer solchen Schule geklärt wird.“ Darin müssten Fragen wie die sprachliche Ausrichtung, ein möglicher Ganztagsbetrieb oder etwa auch die Inklusion behandelt werden.

Der Bürgermeister sagte, er hoffe, dass es keine Verunsicherung gebe und verdeutlichte: „Erstens: Wir halten am Standort Löh fest. Zweitens: Ein Ausbau wird stattfinden. Drittens: Nichts geht am Willen der Eltern und der Politik vorbei.“

Nun müssten sich Vertreter der Kommunen einig werden und mit den jeweiligen örtlichen Gremien klären. Dann finde eine Befragung der Eltern der jetzigen Grundschüler statt. Unterstützung für die darauf folgende konkrete Umsetzung erhofft sich Jörg Schönenberg dann auch von Gordan Dudas, der sagte: „Ich bin gerne bereit, Kontakte herzustellen und Hilfestellung zu leisten.“ ▪ mc

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