Winterfest statt Weihnachtsmarkt?

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Die Besucher des Workshops diskutierten über die Zukunft des Weihnachtsmarktes.

SCHALKSMÜHLE -  Eines vorweg: Auch nach dem Weihnachtsmarkt-Workshop am Donnerstagabend wurde keine Entscheidung darüber getroffen, ob die traditionelle Veranstaltung auf dem Rathausplatz in Zukunft komplett wegfallen wird. Das neu entwickelte Konzept eines Winterfestes stieß allerdings auf sehr breite Zustimmung.

Beide Vorschläge, also auch die Weiterentwicklung des bestehenden Weihnachtsmarktes, sollen in einem zweiten Termin konkreter ausgestaltet und dann den politischen Gremien vorgestellt werden.

Bevor sich die knapp 30 Teilnehmer am Donnerstag an die Reform des Weihnachtsmarktes machten, schilderte Fachbereichsleiterin Anja Wolf die Ausgangslage. „In den vergangenen Jahren mussten wir leider feststellen, dass die Zahl der Besucher und Standbetreiber immer weiter zurückgegangen ist.“ Nach der Hochzeit in den Jahren 2004 und 2005 sei die Zahl der Stände von 37 auf aktuell 23 gefallen. „Dies ist eine gravierende Entwicklung“, sagte Wolf. Stattdessen würden viele Vereine dazu übergehen, eigene Weihnachtsmärkte und Adventsfeiern auf die Beine zu stellen. Mit dem Ergebnis, dass das Engagement an anderer Stelle fehle. Um der schwächelnden Veranstaltung einen Neustart zu ermöglichen, diskutierten die Teilnehmer in vier Gruppen über die Gestaltung, das Programm, den Standort und eine alternative Herangehensweise. Die Moderation des Workshops hatte Jan Schriever, Vorsitzender des Ausschusses für Sport und Kultur, übernommen.

Übereinstimmend wurde über längere Öffnungszeiten, ein einheitliches Erscheinungsbild und einen neuen Standort diskutiert. Hier kristallisierten sich der Schnurrenplatz und die Erlöserkirche als Favoriten heraus. Auch ein winterliches Ambiente mit Feuerkörben, Tannenbaum und Beleuchtung erhielt die Zustimmung der Teilnehmer. Aber auch kritische Töne, angesichts einer Übersättigung in der Vorweihnachtszeit, wurden laut. Anstatt den x-ten Weihnachtsmarkt anzubieten, sollen die Kräfte stattdessen in eine neue Veranstaltung fließen. Der Vorteil: Schalksmühle hätte ein Alleinstellungsmerkmal, das sich von den umliegenden Kommunen abhebt. Das mit großem Erfolg gestartete Event „Schalksmühle köstlich“ wurde immer wieder als positives Beispiel und Vorbild einer möglichen Neupositionierung genannt.

Das alternative Winterfest stellte Petra Nicolay den Teilnehmern vor. Als Termin käme ein Zeitpunkt im Januar oder Februar 2014 in Betracht. Auch eine Ausweitung auf zwei Tage sei möglich. Inhaltlich könnte die Veranstaltung um sportliche Aktivitäten (Schlittenrennen, Biathlon) und eine „Wichtel-Börse“ erweitert werden.

Welches Konzept am Ende umgesetzt wird, muss die weitere Diskussion in den Gremien entscheiden. Die Teilnehmer des Workshops waren mit der Resonanz und dem Ergebnis der Diskussion hochzufrieden. „Der Abend ist hervorragend gelaufen“, bilanzierte Jan Schriever. Und das starke Votum für einen neuen Weg sei in jedem Fall in den Köpfen aller Beteiligten angekommen. - jw

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