Winterdienst steht ab 3 Uhr nachts bereit

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Sind die Hauptverkehrswege in der Gemeinde geräumt, werden auch Parkplätze in öffentlicher Hand, wie hier am Jahnsportplatz, vom Schnee befreit.

Schalksmühle - Was für den einen Schlittenfahren und Spaziergänge in einer weißen Winterlandschaft bedeutet, bringt für die Mitarbeiter des Bauhofes Nachtschichten und Bereitschaftsdienste mit sich – in diesen Tagen ist der Bauhof durch Schneefall und Glättegefahr besonders gefragt.

Von Alisa Kannapin

Um für die eisigen Temperaturen und die Schneemassen gewappnet zu sein, sind die Mitarbeiter jeweils vom 15. November bis zum 15. März in der Zeit von 4 bis 21 Uhr in ständiger Bereitschaft. „Je nach Witterung können sich die Tage auch mal verschieben oder die Bereitschaft wird verlängert. Doch Urlaub hat in der Zeit keiner“, erklärt Bauhof-Leiter Peer Heinzer.

Wissenswert:

Die Gehwege vor und auf privaten Grundstücken sind laut Gemeindesatzung von den Eigentümern von Schnee und Eis zu befreien. In der Zeit von 7 bis 20 Uhr sind die Wege nach dem Schneefall und bei Glättegefahr unverzüglich zu räumen beziehungsweise zu streuen. Nach 20 Uhr müssen die Gehwege werktags bis um 7 Uhr am Folgetag und sonn- sowie feiertags bis um 9 Uhr geräumt werden. Der Bauhof bittet darum, dass die Eigentümer den geräumten Schnee nicht auf die Straße werfen, sondern an die seitlichen Ränder der Gehwege oder an die Straßenränder schieben.

Ein Straßennetz mit rund 100 Kilometern muss der Bauhof von Schnee und Eis befreien. Dafür stehen den 13 Mitarbeitern vier Räumfahrzeuge und ein kleiner Traktor zur Verfügung. „Hinzu kommen drei Fußkontrollen, die in den Bereichen unterwegs sind, wo mit einem großen Fahrzeug nicht geräumt oder gestreut werden kann.“ Darüber hinaus beauftragt die Gemeinde rund elf Mitarbeiter von Fremdunternehmen, die den Bauhof mit Fahrzeugen und Fußkontrollen unterstützen.

Der Dienst der Einsatzleiter des Bauhofes beginnt in der Winterzeit jeden Tag um 3 Uhr. „Dann kontrollieren wir im Gemeindegebiet den Zustand der Straßen und prüfen, ob Glättegefahr besteht. Ist das der Fall, alarmieren wir ab 4 Uhr den Räum- und Streudienst“, sagt Heinzer.

Muss geschoben und gestreut werden, sind als Erstes Hauptverkehrsstraßen, Steilstrecken und gefährdete Kreuzungen an der Reihe. „Generell haben wir den Auftrag, bis zum Eintreffen des Berufsverkehrs, also zwischen 6 und 7 Uhr, die Hauptstraßen freizumachen. Danach werden die Nebenstraßen geräumt.“ Der Bauhof sorge außerdem dafür, dass bis circa 22 Uhr die Straßen so weit frei sind, dass auch der Busverkehr gewährleistet ist. Besonders schwierig zu räumen seien enge Straßen wie Roggenhagen oder steile Strecken wie in Dahlerbrück. „Im Höhengebiet kommt es häufig zu Schneeverwehungen, in solchen Bereichen sind die Mitarbeiter besonders gefragt.“ In der Regel würde es der Bauhof aber immer schaffen, auch schwierige Straßenabschnitte freizubekommen.

Durch den Bau eines neuen Silos verfügt der Bauhof über einen Salzvorrat von 150 Tonnen. Hinzu kommen 25 Tonnen in Säcken für die Fußtrupps. „Wir vermengen das Salz mit einer Sole, die dafür sorgt, dass wir 30 Prozent weniger Material verbrauchen. Außerdem kleben die Körner besser auf den Straßen und lösen sich schneller auf“, erklärt Heinzer.

Auch wenn der Bauhof für den großen Wintereinbruch gewappnet ist, bittet Peer Heinzer die Bürger darum, ihre Fahrgeschwindigkeit an die Witterung anzupassen. „Wir hoffen auf das Verständnis der Bürger, dass wir bei Schneefall nicht überall gleichzeitig sein können. Aber wir sind bemüht, die Straßen so schnell wie möglich freizumachen.“

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