Winterdienst arbeitet künftig im Zwei-Schichten-Betrieb

Winterdienst arbeitet künftig im Zwei-Schichten-Betrieb

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Um die Straßen in Schalksmühle vom Schnee zu befreien, findet der Winterdienst ab sofort in zwei Schichten von 4 bis 16 Uhr sowie von 7 bis 20 Uhr statt

Schalksmühle - Die Gemeinde Schalksmühle stellt den Winterdienst auf einen Zwei-Schichten-Betrieb um. Anlass sind die rechtlichen Bestimmungen zur maximalen Arbeitszeit, die künftig auch bei Wintereinbrüchen eingehalten werden sollen.

„Selbstverständlich werden auch weiterhin die gesetzlichen Vorgaben an den Winterdienst erfüllt“, wird seitens der Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung betont. Der Dienst erfolge weiterhin für das gesamte Straßennetz in Schalksmühle. „Die Verwaltung ist bemüht, Einschränkungen aufgrund gesetzlicher Vorgaben so gering wie möglich zu halten und bittet um Verständnis“, heißt es weiter.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter des technischen Bauamtes der Gemeinde Schalksmühle, die näheren Hintergründe der Maßnahme. Wie er erläutert, müssen nach der gesetzlichen Regelung zum Winterdienst Straßen „zu Beginn des allgemeinen Berufsverkehrs frei sein und bis zu dessen Ende freigehalten werden“. Genauer gesagt bedeute dies von 7 bis 20 Uhr, so Bechtel.

Das Arbeitszeitsgesetz lasse maximal eine Arbeitszeit von zehn Stunden zu, führt der Bauamtsleiter weiter aus. Darauf folgend müsse eine Ruhezeit von mindestens elf Stunden bis zum nächsten Einsatz eingehalten werden. Allerdings: Durch sogenannte Dienstvereinbarungen „lassen sich diese Zeiten in einem gewissen Maße verändern“. So gelte für den Winterdienst des Bauhofes eine maximale Arbeitszeit von 12,5 Stunden und eine einzuhaltende Ruhezeit von neun Stunden.

Um den gesetzlichen Regelungen gerecht zu werden, habe der Bauhof den Winterdienst – im Gemeindegebiet gebe es ein Straßennetz von rund 100 Kilometern, das freigehalten werden muss – nun auf einen Zwei-Schichten-Betrieb umgestellt, erklärt Ralf Bechtel. „Im Allgemeinen arbeitet der Frühdienst von 4 bis 16 Uhr, der Spätdienst von 7 bis 20 Uhr.“

Rückfahrkameras für größere Räumfahrzeuge

Allerdings: „Das ist natürlich auch von der individuellen Witterungslage am jeweiligen Tag abhängig“, betont Bechtel. Seien für einen Tag beispielsweise tagsüber keine Schneefälle angekündigt, hingegen aber für den Abend, würden alle Mitarbeiter später anfangen, damit sie entsprechend abends länger arbeiten können.

In der Vergangenheit sei es in Einzelfällen auch mal vorgekommen, dass ein Winterdienstler länger als 12,5 Stunden am Stück arbeitete. Dies werde nunmehr durch den Zwei-Schichten-Betrieb verhindert. Zudem werden künftig mit den größeren Räumfahrzeugen nicht mehr zwei Personen unterwegs sein. Bechtel: „Wir haben diese Fahrzeuge mit Rückfahrkameras ausstatten lassen, damit kein zweiter Mitarbeiter mehr mitfahren muss. Nur so können wir auch die zweite Schicht besetzen.“

Der Bauamtsleiter betont zudem, „dass sich die Maßnahme voraussichtlich nicht auf die Kosten für den Winterdienst, im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt, auswirken wird. Sie dient einzig der Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes“.

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