WHS will Realschulgebäude kaufen

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An dem mittleren und rechten Realschulgebäude hat die Wohnungsbaugesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS) Kaufinteresse. Für das linke Gebäude sucht die Gemeinde nun nach möglichen Nutzern.

SCHALKSMÜHLE -  Die Wohnungsbaugesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS) ist sich mit der Gemeinde grundsätzlich einig, zwei der drei Realschulgebäude zu kaufen. Auch die Nutzung ist inzwischen bekannt.

Die Politik bereitete dafür in nichtöffentlicher Sitzung den Weg. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte Bürgermeister Jörg Schönenberg auf Anfrage. Während für die Gebäude die Nutzungskonzepte stehen, sucht die Verwaltung noch nach einer Lösung für das Gebäude an der Bergstraße.

„Für die beiden Gebäude, die die WHS haben will, gibt es Nutzungskonzepte und fortgeschrittene Kaufverhandlungen“, sagte Schönenberg.

Ein „Haus rund um die Gesundheit“ soll im mittleren der drei Gebäude entstehen. Neben der „Praxis für Physikalische Therapie und energetischer Schmerztherapie“ von Gerhard Vogt sieht das Nutzungskonzept vor, dort einen Schalksmühler Facharzt und eventuell einen Psychologen anzusiedeln. „Die Bedingungen für eine Mehrfachnutzung sind dort ideal“, sagte Schönenberg. Im mittleren Gebäude gebe es zum Beispiel schon einen Aufzug und die Bausubstanz sei relativ neu.

Das hintere Gebäude an der Friedhofstraße soll für Wohnraum genutzt werden. So steht „Betreutes Wohnen“ dort zur Diskussion.

In den nächsten Wochen soll der Vertrag vorbereitet und anschließend unterschrieben werden. „Mein Ziel ist, dass wir alle Dinge bis Dezember geregelt haben“, sagte Schönenberg. Allerdings stecke der Teufel oft im Detail. Der Kaufpreis sei aber abgesprochen und auch das weitere Vorgehen sei klar. Zu der Summe wollte Schönenberg nichts sagen. Nur so viel: „Das Herz blutet schon, wenn man bedenkt, was man für die Schule ausgegeben hat und jetzt wieder rausbekommt.“ Aber klar sei, dass die Gebäude auf die Anforderungen einer Schule zugeschnitten und daher Umbaumaßnahmen nötig seien. Diese kosteten auch richtig Geld. „Die muss man bei der Berechnung der „Quadratmeterpreise mit einbeziehen. Wir sind nicht Düsseldorf und können daher nicht horrende Summen verlangen – die zahlt nämlich niemand“, erklärte Schönenberg.

Vor dem Winter hofft er, den Verkauf „festgezurrt“ und für das Gebäude Bergstraße 20 ein Nutzungskonzept gefunden zu haben. Schönenberg: „Das Gebäude hat einen gewissen Charme und daher würde mir und sicherlich auch vielen Schalksmühlern ein Abriss sehr wehtun.“ Daher hofft er, durch eine Ideenschmiede Bürger mit einzubeziehen und neue Ideen zu bekommen, was aus dem Gebäude gemacht werden kann.

„Vielleicht haben wir als Verwaltungsleute nicht die richtigen Ideen und brauchen einfach den Impuls und die Sicht von außen.“

Die Primus-Schul-Gründung habe gezeigt, was es bringe, Externe zu hören und die Öffentlichkeit einzubinden. Laut Schönenberg seien viele Möglichkeiten denkbar. Allerdings dürften die Pläne den Haushalt nicht allzu sehr belasten. „Das Gebäude muss ein stückweit wirtschaftlich betrieben werden – ich rede nicht von Gewinnen.“

Im Gespräch mit unserer Zeitung führte Schönenberg aus, dass vielleicht ein „Existenzgründerzentrum“ entstehen könnte.

Damit das Gebäude nicht über den Winter leer steht, will er schnell Lösungen finden. Daher hat er das Thema Realschulgebäude zur Chefsache erklärt. „Die Leute können sich gerne bei mir melden. Ich werde den Prozess ganz eng begleiten. Schließlich wäre das Schlimmste, wenn ein solches Gebäude leer stände.“ - Von Matthias Clever

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