„Wiederwahl wird klappen“

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Enid Lal kandidiert für die UWG für den Wahlbezirk 1.

Schalksmühle -  Bei ihr kann man durchaus von einem Blitzstart in die Schalksmühler Kommunalpolitik sprechen. Denn schon kurz nach ihrem Eintritt in die UWG anno 2009 wurde sie als Nachrückerin für den verstorbenen Lothar Krischker ins kalte Wasser der Ratsarbeit geworfen: Enid Lal, 55-jährige Erzieherin und Mutter von zwei erwachsenen Kindern, ist nach eigenem Bekunden „irgendwie in die aktive politische Arbeit reingerutscht“.

Alles sei ziemlich schnell gegangen, jedenfalls viel schneller, als sie ursprünglich erwartet habe. Mittlerweile hat sich Enid Lal, die in Indiens Hauptstadt Neu Delhi geboren wurde und vor 38 Jahren nach Deutschland kam, in Fraktion und Kommunalparlament etabliert.

An ihre ersten politischen Schritte als sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Kultur und Sport erinnert sie sich noch sehr genau. Sie ist nicht zuletzt deshalb davon überzeugt, dass ein qualitativ gutes und für alle Altersklassen adäquates Kulturangebot auf der kommunalpolitischen Prioritätenliste weit oben stehen sollte. Darüber hinaus liegt Lal, die seit 26 Jahren in Schalksmühle lebt, die Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen am Herzen, der sie sich über viele Jahre bereits ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen widmet.

Dass allerdings unmittelbar vor der Kommunal- und Bürgermeisterwahl am 25. Mai Themen wie Finanz-, Struktur- und Schulpolitik im Fokus des öffentlichen Interesses liegen, ist Enid Lal durchaus bewusst.

Und weil diverse Projekte bereits auf den Weg gebracht worden seien und in der nächsten Legislaturperiode konstruktiv weiter entwickelt oder zum Abschluss gebracht werden sollten, habe sie den UWG-Fraktionsbeschluss, den amtierenden Bürgermeister Jörg Schönenberg zu unterstützen, vorbehaltlos mit getragen. Enid Lal: „Natürlich haben wir in der UWG geeignete Leute, die in der Lage wären, den Ansprüchen an das Bürgermeisteramt gerecht zu werden. Zugleich muss man sich aber auch über die Konsequenzen einer möglicherweise erfolgreichen Kandidatur im Klaren sein, die sich insbesondere gravierend auf das Berufsleben auswirken. Ich glaube, dass hier der Grund dafür zu suchen ist, warum die UWG keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt.“

Ohnehin sei sie aber davon überzeugt, dass Jörg Schönenberg, der selbstverständlich auch seine Schwächen habe, aufgrund seiner langjährigen Erfahrung noch sehr viel Positives für die Gemeinde Schalksmühle bewirken könne.

Die vielfach geäußerte Kritik, dass nach dem Wegfall der kommunalen Doppelspitze nur ausgewiesene Verwaltungsfachleute überhaupt eine Chance hätten, zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt zu werden, teilt Enid Lal so nicht. Bei der Wahl 2006 möge dieser Aspekt durchaus eine Rolle gespielt haben, mittlerweile habe sich Schönenberg aber durchaus zu einem „politischen“ Bürgermeister weiter entwickelt. Das sei deutlich spürbar, wenn man seinen Umgang mit den Bürgern, mit Vereinen und Verbänden, aber auch mit den Parteien heute beobachte.

Wenngleich sich der eigene UWG-Kandidat Klaus Nelius bei der Bürgermeisterwahl im Jahre 2004 nicht gegen den damaligen Amtsinhaber Wilfried Köhler durchsetzen konnte, glaubt Enid Lal, dass die Wahlempfehlung ihrer Fraktion pro Schönenberg diesmal durchaus Wirkung zeigen kann. Schließlich sei die UWG stärkste politische Kraft in Schalksmühle, deren Positionen von den Bürgern wahr und ernst genommen würden. Sie gehe jedenfalls davon aus, dass das mit der Wiederwahl klappen werde.

Den Gegenkandidaten aus CDU und SPD zollt Enid Lal Respekt und räumt ein, dass „frischer Wind“ der Politik generell gut tue. Noch aber halte sie beide Bewerber für zu unerfahren, um eine so große Verantwortung für die Kommune zu übernehmen. Perspektivisch betrachtet sei die Nominierung eigener, sehr junger Kandidaten indes allemal zu befürworten. - En

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