Traditionen trotz Pandemie

Wiedersehen für die Schützen - auch ohne Fest

Nach langer Pause spielte der Spielmannszug der Hülscheider Schützen auf.
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Nach langer Pause spielte der Spielmannszug der Hülscheider Schützen auf.

Auch ohne Fest haben sich die Hülscheider Schützen an dem Wochenende im August getroffen. An ihren Traditionen haben sie trotz Einschränkungen durch die Corona-Pandemie festgehalten.

Schalksmühle – Im Beisein ihrer Majestäten gedachten die Hülscheider Schützen am Samstag auf dem Friedhof in Heedfeld ihrer Verstorbenen. Bei strahlendem Sonnensein traten die Schützen in Uniform zur Kranzniederlegung am Ehrenmal an.

Wie im Vorjahr hielt der Verein am eigentlichen Schützenfesttermin am Totengedenken, das alljährlich zum festen Programmpunkt der Feierlichkeiten gehört, fest.

Zu den Klängen des Marsches vom guten Kameraden, den Wilm Lohoff vom Musikverein „Die Volmetaler“ auf der Trompete anstimmte, legten die beiden Kranzträger Thomas Schimchen und Jochen Hohage den Kranz gemeinsam mit Holger Rutenbeck (1. Vorsitzender der Hülscheider Schützen) am Ehrenmal nieder.

Königspaar regiert im dritten Jahr

Das durch Corona bereits im dritten Jahr amtierende Hülscheider Königspaar Jens und Cathrin Kubik, Jungschützenkönigin Sinja Kubik und ihr Prinz Sven Busch samt Hofstaat sowie Fahnen- und Standartenträger begleiteten die feierliche Zeremonie.

Anders als im Vorjahr, als das Totengedenken aufgrund von Kontaktbeschränkungen aufgrund von Corona nur im kleinsten Kreis stattfand, entfiel diesmal die Teilnehmerbegrenzung. Entsprechend viele gingen zum Friedhof mit und hielten trotz Ausfall des Schützenfests die Tradition in Ehren.

Am eigentlichen Schützenfestsamstag nahmen die Hülscheider Schützen zur Totenehrung auf dem Heedfelder Friedhof Aufstellung.

Gleichsam zu ihren Wurzeln kehrten die Schützen, deren Chronik bis ins Jahr 1635 zurückreicht, am Nachmittag bei einem ungezwungenen Treffen in Hülscheid zurück. Mit von der Partie war dort der Spielmannszug, der nach langer, pandemiebedingter Zwangspause sein erstes Ständchen gab und zündend aufspielte. Mit „Groß Berlin“ und den „Clubkameraden“ stimmten die Musiker unter Leitung von Frank Schmidt auf einen geselligen Schützennachmittag ein.

In Schützenfestzeiten ist Hülscheid traditionelle der Ort, wo die Kompanien vor der Kranzniederlegung und dem Königsschießen antreten und das scheidende Königspaar abholen. Die Freude über das Wiedersehen war bei allen groß. Viele hatten sich monatelang nicht gesehen und entsprechend viel zu erzählen.

Viele hatte sich über Monate nicht gesehen. Es gab viel zu erzählen.

Von Hülscheid aus unternahmen die Schützen – durchweg geimpft, genesen und getestet – eine kleine Wanderung zum Schießheim in Heedfeld, wo bei Sonne satt und sommerlichen Temperaturen alles für ein gemütliches Beisammensein bei Gegrilltem und Getränken im Freien vorbereitet war.

Neues im Vereinsheim

Viel Lob gab’s für das frisch renovierte Vereinsheim mit moderner elektronischer Schießanlage, den behindertengerechten Toiletten und dem neuem Steinvliesboden mit Wappen, das unter der Bauleitung von Dirk Keizer, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Hülscheider Schützen, rechtzeitig zum Treffen fertig geworden war. „Das ist aber schön geworden“, war immer wieder zu hören.

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