Austausch im Hauptausschuss

Wieder Diskussionen um Klima-Manager - Politik ist sich uneinig

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Klimaschutz auf der Tagesordnung: Für Jörg Schönenberg ist es wichtig, „endlich eine vernünftige Basis zu schaffen“.

Benötigt Schalksmühle einen Vollzeit-Klimaschutzmanager? Diese Frage kam im Hauptausschuss af und sorgte für Diskussionen.

Schalksmühle – Benötigt Schalksmühle einen Vollzeit-Klimaschutzmanager? Diese Frage warf André Krause (CDU) am Montag im Hauptausschuss auf.

Bekanntlich möchte die Verwaltung der Empfehlung der Firma Gertec, Ingenieurgesellschaft aus Essen, die mit der Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts beauftragt worden ist, folgen und ein Klimaschutzmanagement in Vollzeit im Technischen Bauamt des Rathauses einrichten. Um zielgerichtet agieren zu können, bedürfe es eines regelmäßigen Controllings der Klimaschutzaktivitäten, erläuterte Bürgermeister Jörg Schönenberg die Beschlussvorlage.

Klimaschutz hat einen hohen Stellenwert

Nicht die Stelle an sich, sondern deren Umfang kritisierte André Krause in seinem Einwurf. In Herscheid beispielsweise sei die Anstellung eines Klimaschutzmanagers in Teilzeit angedacht. Auf den hohen Stellenwert, den Schalksmühle dem Klimaschutz beimisst, ging Jörg Schönenberg in seiner Antwort ein. „Ich glaube fest, dass wir unabhängig von der Frage der Förderung das Thema Klimaschutz mit Priorität behandeln müssen“, betonte er.

Auch Klaus Nelius (UWG) hob hervor, dass der Umfang des erarbeiteten Konzepts zumindest in den ersten drei Jahren einen Vollzeit-Klimaschutzmanager erfordere. Zustimmung zur Vollzeit-Stelle kam vonseiten der SPD und der FDP. „Wir freuen uns darauf, mit einem Klimaschutzmanager die Dinge konstruktiv angehen zu können“, erklärte Jan Jellesma (SPD). Es sei richtig, einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, bekräftigte Jan Schriever (FDP).

Bei uns fehlen die Anfänge.

Jörg Schönenberg, Bürgermeister von Schalksmühle

Die Stelle sei mit einer 80-prozentigen Förderung verbunden, ergänzte Jörg Schönenberg. Darüber hinaus sei eine Anschlussförderung in abgesenkter Form möglich. „Wenn Grund drin ist“, könne man sich interkommunaler Zusammenarbeit öffnen. „Bei uns fehlen die Anfänge.“ Für ihn sei es mit der 80-prozentigen Förderung eine Chance, in Sachen Klimaschutz „endlich eine vernünftige Basis zu schaffen“.

Ausreichend Arbeit vorhanden

Ausreichend Arbeit für eine volle Stelle sah zudem Klaus Nelius. „Bei den vorhandenen Personalstrukturen und dem Aufgabenfeld ist eine volle Stelle zwingend erforderlich.“ Überdies sei die Stelle auf drei Jahre befristet, merkte Harry Haböck (UWG) an.

Letztlich einstimmig folgte der Ausschuss der zweigeteilten Beschlussvorlage zum Klimaschutzkonzept und stimmte der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts durch die Verwaltung und dem Aufbau eines Klimaschutz-Controllings sowie der Beantragung von Fördermitteln für die Stelle eines Klimaschutzmanagers samt Veranschlagung der erforderlichen Haushaltsmittel im Haushalt 2021 zu. Der Rat wird am Montag ebenfalls über das Thema entscheiden.

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