Thema im Ausschuss

Wie sicher sind Schalksmühles Schulwege?

Vom Anschluss Linscheid über Kuhlenhagen zum Abzweig Linscheid einen Weg zu installieren, ging als dringende Bitte an die Ausschussmitglieder.
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Thema im Ausschuss: Vom Anschluss Linscheid über Kuhlenhagen zum Abzweig Linscheid einen Weg zu installieren, ging als dringende Bitte an die Ausschussmitglieder.

Wie sicher Schalksmühles Schüler in die Schule kommen, war jetzt Thema im Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule und Soziales.

Schalksmühle - Das Thema „Sicher zur Schule“, das die überarbeiteten Schulwegpläne einbezieht, wird künftig auf der Homepage der Gemeinde Schalksmühle und den Webseiten der Gemeinschaftsgrundschule Spormecke und der Primusschule dargestellt. Wie Anja Wolf, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur und Sport, am Dienstag in der Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend, Schule und Soziales im Ratssaal ausführte, wurden die Schulwegpläne, die Schulanfängern die sichersten und angenehmsten Wege zur Schule aufzeigen sollen, überarbeitet und digital aufbereitet.

Nach wie vor erhalten die Schulen die Schulwegpläne bei der Einschulung auch als Flyer. Aus Reihen der Bürgerschaft wandte sich Pia Lewe in diesem Zusammenhang an den von Michael Siol geleiteten Ausschuss, um auf die unsichere Schulwegsituation der Kinder im Bereich Linscheid aufmerksam zu machen. Ihre dringende Bitte an die Gemeinde war es, im Bereich Linscheid über Kuhlenhagen zum Abzweig Linscheid einen sicheren Weg zu installieren. „Wir müssen dort etwas pachten“, antwortete Bürgermeister Jörg Schönenberg, der auf einen bereits vorliegenden Antrag der CDU zu diesem Thema verwies. Das Thema sei auf der Agenda: „Gespräche werden geführt.“

Ausführlich stellte Anja Wolf die Ergebnisse der Überprüfung und Aktualisierung der offiziellen Schulwege für die beiden Schalksmühler Schulen vor. Diese sei in Zusammenarbeit mit den Schulleitungen, der Polizei und Vertretern des Straßenverkehrsamtes des Märkischen Kreises und von Straßen NRW erfolgt. Besonders auf die nach heutiger Einschätzung nicht mehr sicheren Schulwege, Konsequenzen und Auswirkungen auf Schülerfahrkosten ging sie ein.

Diese Wege sind nicht sicher genug

So seien Schulwege zum Beispiel auch dann mitunter nicht mehr als sicher einzustufen, wenn sie zu einsam gelegen seien (50 Meter Sichtweite zum nächsten bewohnten Haus). Nicht als sichere Schulwege einzustufen und folglich nicht mehr in den Schulwegplänen enthalten seien der Verbindungsweg zwischen dem Brucher Weg und der Primusschule, der Verbindungspfad zwischen der Viktoriastraße und dem Spielplatz Mollsiepen/Einmündung Eschenweg, die Unterführung/Tunnel Asenbach/Firma Falkenroth und die Stelle Am Hohlweg. Darüber hinaus seien weiterhin die Verbindung Harrenscheid zum Gewerbering, wo auf dem letzten Teilstück keine Geschwindigkeitsbegrenzung vorliegt (erlaubt: 100 km/h), und der Ortsteil Hülscheid mit der gefährlichen Überquerung der Heedfelder Straße (L561) an den Bushaltstellen Spormecke/Brinkerhof nicht als sichere Schulwege einzustufen.

Über das Geodatenportal seien sämtliche Schulwege neu vermessen worden. Als weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsituation seien die Einbindung des Ortsteils Hülscheid in den fußläufigen Schulwegplan („Hier ist noch keine Entscheidung gefallen“) und die Einrichtung von Hol- und Bringzonen an der Primusschule innerhalb der Tempo-30-Zone angedacht.

Morgens und mittags ist die Verkehrssituation an der Primusschule ein Desaster.

Anja Wolf zu den Bring- und Abholzeiten

Zeitweise dramatisch ist offenbar die Lage am Löh: „Morgens und mittags ist die Verkehrssituation an der Primusschule ein Desaster“, sagte Anja Wolf zu den Bring- und Abholzeiten. Überdies stellte sie die erneute Teilnahme der Gemeinde an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) in Aussicht. Durch die Aktion seien bereits nachhaltige Laufgruppen zur Schule entstanden.

Nachfragen der Ausschussmitglieder zielten insbesondere auf die unbefriedigende Schulwegsituation am Brinkerhof und in Harrenscheid. Dort sei kurzfristiger Handlungsbedarf gegeben, mahnte Lutz Schäfer (SPD) an. Schulleiter Ralf Gensmann von der Grundschule Spormecke regte zudem an, bei neuen Wegen auch an die Radfahrer zu denken. Zur Prüfung empfahl der Ausschuss den Verbindungsweg von Jahnsportplatz und Primusschule. Überdies gelte es, sich in kürzeren Abständen mit der Schulwegsituation zu beschäftigen. Diesbezüglich beauftragte der Ausschuss die Verwaltung.

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