200 Werke von Malschülern im Rathaus

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Zehn Erwachsene und 18 Kinder sowie Jugendliche erarbeiteten unter Anleitung von Ute Ludwigsen-Kaiser die rund 200 Werke, die seit Donnerstag im Rathaus zu sehen sind.

Schalksmühle - „Kunst muss nichts – aber darf alles!“: Das Motto der Ausstellung ist Programm. Auf engstem Raum begegnen sich in der neuen Werkschau der Malschule Ute Ludwigsen-Kaiser, die am Donnerstagabend im Rathaus eröffnet wurde, die unterschiedlichsten künstlerischen Stilrichtungen und Techniken.

Von Monika Salzmann

Ein stimmungsvolles Landschaftsbild hat neben einem ausdrucksstarken Porträt seine Berechtigung. Abstraktes, das die Fantasie des Betrachters beflügelt, erfreut das Auge ebenso sehr wie ein duftig-zartes Blumenbild oder die malerisch gebändigte Kraft wilder Tiere.

So vielfältig wie die Motive sind die Techniken, angefangen bei Bleistiftzeichnungen bis hin zu Ölmalerei und Collagetechnik. Auf zwei Etagen – im Foyer des Rathauses und im ersten Stock – sind rund 200 Originale zu sehen. Zehn Erwachsene und 18 Kinder beziehungsweise Jugendliche stellen ihre Arbeiten aus.

„Ich wusste gar nicht, dass Schalksmühle so kreativ ist und so viele Künstler hat“, sagte dazu anerkennend Bürgermeister Jörg Schönenberg bei der Eröffnung vor Künstlern und Kunstfreunden, die sich dicht an dicht im Foyer drängten.

Einzeln stellte Ute Ludwigsen-Kaiser – Pädagogin, Künstlerin und Autorin – den vielen Besuchern ihre Malschüler, deren Vorlieben, Lieblingsmotive und Entstehungsgeschichten der Bilder vor. Von 9 bis 72 Jahre reicht die Altersspanne der Künstler, die sich in ihrer Schule den unterschiedlichsten Maltechniken widmen.

Stellvertretend für alle sei Sabrina Grau aus Halver hervorgehoben, deren Bild in der Ausstellung einen herausragenden Platz einnimmt. „Vier Jahre hat sie daran gearbeitet und als ob dies nicht genug wäre, malt sie im Moment den zweiten Teil des Motivs“, so die Lehrerin. Unendlich viele Kleinigkeiten und Details, beim ersten Hinsehen schwerlich zu erfassen, gab es auf dem Bild der Halveranerin zu entdecken.

Auch zum Motto der Ausstellung „Kunst muss nichts – aber darf alles!“, von Malschülerin Lisa Niemeyer als Leitmotiv der Werkschau entdeckt, nahm Ute Ludwigsen-Kaiser Stellung. „Dieses Motto deckt fast alle anfallenden Fragen ab“, erklärte sie. „Dieses Motto lässt sich auch auf die verwendeten Mal- und Zeichentechniken übertragen. Es gibt keine Grenzen: Acryl darf mit Bleistift kombiniert werden. Mit einem Q-Tipp, eigentlich für die Ohren bestimmt, lässt sich herrlich Farbe auftupfen oder Bleistiftspuren verwischen.“

Innerhalb der Gruppe profitierten die jüngeren von den älteren Schülern – und umgekehrt. „Es ist jedoch nicht nur die Menge, sondern gerade die Qualität der gezeigten Bilder, die mehr als nur Erstaunen hervorruft.“

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 11. März zu den Öffnungszeiten des Rathauses.

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