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Steuern und Gebühren: Das zahlen die Schalksmühler in 2020

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Von: Martin Meyer

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Ein interkommunaler Vergleich der unterschiedlichen Gebühren (Stand 2019) zeigt, dass sich die Abgaben in Schalksmühle auf einem niedrigen Niveau bewegen. Gebühren für Straßenreinigung und Winterdienst werden nicht erhoben, sie sind in der Grundsteuer B enthalten. Dennoch belegt die Gemeinde mit diesem Hebesatz den vorletzten Platz. © F. Zacharias/Infogram

Schalksmühle - Mit dem Jahreswechsel stehen für die Bürger der Gemeinde einige Veränderungen an – auch im Portemonnaie. Während sich die Schalksmühler einerseits über eine positive Entwicklung im Bereich der Grund- und Gewerbesteuer freuen können, müssen sie auf der Gebührenseite teilweise ein paar Euro mehr abgeben.

Die Verwaltung freut sich nach eigenen Angaben, dass der Rat in seiner Sitzung am 9. Dezember eine Senkung der Realsteuersätze beschlossen hat. Somit sollen die Bürger sowie die Gewerbebetriebe von der anhaltend positiven wirtschaftlichen Lage in der Gemeinde profitieren. 

Realsteuer 

Während die Grundsteuer A seit Jahren konstant bei 240 Prozent liegt, wurden die Hebesätze für die Grundsteuer B von 480 (2019) auf 455 Prozent und für die Gewerbesteuer von 441 auf 437 Prozent reduziert. Die Gemeinde und die Politik halten sich damit an das Versprechen, bei guter Finanzlage die Abgabenlast für die Bürger und Geschäftsleute zu reduzieren. Ein Vergleich zeigt, dass die Grundsteuer B seit 2016 von 575 Prozent um 120 Prozent, die Gewerbesteuer immerhin um 15 Prozent (452 Prozent in 2016) sank. 

Hundesteuer 

Für Hundebesitzer hat sich seit dem 1. Januar aus steuerlicher Sicht nichts geändert. Wie schon in den vergangenen vier Jahren liegt der Steuersatz auch in diesem Jahr bei einem Vierbeiner bei 66 Euro. Ab dem zweiten Tier werden je 78 und ab dem dritten Hund werden je 90 Euro fällig. 

Kanalgebühren

Die Gebühren für die Kanalnutzung unterliegen weiter einem Aufwärtstrend. Ihren niedrigsten Stand hatten sie 2017. Damals zahlte man für die Schmutzwassergebühr pro Kubikmeter 2,61 Euro (Ruhrverbandsmitglieder 1,04 Euro) und für die Niederschlagswassergebühr pro Quadratmeter 87 Cent ( Ruhrverband 0,69 Euro). Nachdem in 2019 bereits 3,26 Euro (1,36 Euro) beziehungsweise 1,24 Euro (1,03 Euro) fällig wurden, müssen nun 3,32 Euro (1,54 Euro) und 1,31 Euro (1,14 Euro) bezahlt werden. Für Besitzer von Kanalanschlüssen, die ab 1. Januar neu gelegt werden, gelten gesonderte Gebühren. Sie zahlen 3,65 Euro (1,87 Euro) und 1,38 Euro (1,21 Euro). 

Abfallbeseitigung 

Nur sehr schwache Bewegungen sind bei den Abfallbeseitigungsgebühren zu sehen. Der Literpreis schwankt zwischen 2,33 Euro in 2016 und 2,03 Euro in 2020. Der niedrigsten Stand war im vergangenen Jahr mit 1,99 Euro zu verzeichnen. Differenziert nach den Größen der Mülltonnen ergeben sich folgende Werte: . 60-Liter-Behälter (von 2016 bis 2020): 139,80 Euro, 134,40 Euro, 120,60 Euro, 119,40 Euro und 121,80 Euro . 80 Liter: 186,40 Euro, 179,20 Euro, 160,80 Euro, 159,20 Euro und 162,40 Euro . 120 Liter: 279,60 Euro, 268,80 Euro, 241,20 Euro, 238,80 Euro und 243,60 Euro. 

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Die Abfallbeseitigungsgebühren seit 2016 nach einer Erhebung der Gemeinde. © F. Zacharias/Infogram

Eine markante Änderung ist beim Preis für Abfallsäcke zu sehen. Dieser ist, nachdem er von 2018 auf 2019 von 4,25 auf 2,85 Euro gefallen war, nun auf 5 Euro gestiegen. Damit liegt er 30 Cent unter seinem Spitzenwert in 2016/17. 

Klärschlamm 

Die Gebühren für die Beseitigung von Klärschlamm sind gestiegen. Nachdem sie in 2018 bei 22,52 Euro pro Kubikmeter lagen, klettern sie ein Jahr später bereits auf 23,98 Euro. In 2020 müssen die Schalksmühler noch einmal 1,73 Euro darauflegen. Sie liegen nun bei 25,71 Euro. 

Kleineinleiter 

Unverändert bleiben die Kosten für die Kleineinleiterabgabe. Seit 2016 sind hier 17,90 Euro zu zahlen.

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