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Weitere Flächen für Windkraft in Schalksmühle

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Von: Bettina Görlitzer

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Eine Sondersitzung zum Thema Windkraft beschäftigte sich mit potenziellen Flächen für Windräder in Schalksmühle.
Eine Sondersitzung zum Thema Windkraft beschäftigte sich mit potenziellen Flächen für Windräder in Schalksmühle. © dpa

Windenergie ist ein wesentlicher Baustein für die Energiewende, aber es ist auch eines der Themen im Bereich der erneuerbaren Energien mit großem Konfliktpotenzial. In Schalksmühle geht es derzeit um weitere Flächen.

Schalksmühle – Am Montag trafen sich die Mitglieder des Schalksmühler Bau- und Planungsausschusses, um sich in öffentlicher Sondersitzung über das Plankonzept zur Ermittlung von Potenzialflächen für Windenergie auf dem Gebiet der Gemeinde zu informieren.

Maik Palmer vom Planungsbüro Ökoplan Bredemann und Fehrmann aus Essen stellte das Ergebnis der Untersuchungen vor und stand gemeinsam mit Fachanwalt Thomas Tyczewski, der die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Ausweisung von Vorrangflächen erläuterte, für Fragen zur Verfügung. Zahlreiche Bürger nahmen als Zuhörer an der Sitzung teil – in erster Linie Anlieger aus dem Bereich Worthberg. Aber genau um die mögliche Windkraftanlage dort, für die das Genehmigungsverfahren beim Märkischen Kreis liegt, ging es nicht.

Viele Flächen kommen nicht infrage

Vielmehr hat das Büro Ökoplan ermittelt, welche Bereiche in Schalksmühle nach Anwendung aller derzeit geltenden Ausschlusskriterien wie die Nähe zur Wohnbebauung und zur Autobahn sowie dem Gewässer- und Lärmschutz als Vorrangzonen in Frage kommen und ob diese Flächen groß genug sind, um die Vorgaben zu erfüllen. Letztlich blieben nach den Berechnungen nur drei Potenzialflächen übrig, zwei davon mit rund 2,3 und 17,2 Hektar im Bereich Rölvede, wo es bereits Anlagen gibt, und eine weitere rund 29,4 Hektar große in Sonnenscheid an der Gemeindegrenze zu Nachrodt-Wiblingwerde. Dort bliebe aber die Nähe zur Flugsicherungsanlage auf dem Großendrescheid zu bedenken. Aussagen, ob und in welcher Größe Windenergieanlagen dort zulässig sind, könne die Flugsicherung nur treffen, wenn ein konkretes Vorhaben geplant werde, hieß es dazu.

Ausgestattet mit diesen Informationen wird die Verwaltung für die nächste reguläre Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 2. Mai eine Vorlage über das mögliche weitere Vorgehen erarbeiten. Gleichzeitig haben die Fraktionen Gelegenheit, das Thema fraktionsintern zu beraten. Dabei wird vor allem der Zeitplan zu klären sein, denn auch bei den Nachfragen am vergangenen Montag ging es um die Ankündigung eines neuen Gesetzespakets der Bundesregierung für den Sommer, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu forcieren. Mit großer Wahrscheinlichkeit sei davon auszugehen, dass es Erleichterungen für die Errichtung von Windkraftanlagen geben werde.

Wie das im Einzelnen aussehen kann und ob das Schalksmühle überhaupt betreffen würde – das wäre alles Mutmaßung. Einig waren sich die Experten, dass Kommunen ihre bestehenden Regelungen an die neuen Vorgaben anpassen werden müssen, wie auch immer die aussehen werden.

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