Weihnachtstüten-Aktion verteilt „Überlebensmittel“ an die Ärmsten

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Die Autos sind gepackt, rund 180 Weihnachtstüten werden die Helfer zu armen und kranken Menschen bringen.

Schalksmühle - „Wir gehen zu den Menschen, wo sonst vielleicht niemand so gerne hingeht. Wir wollen Herzen berühren und dafür wünsche ich uns heute Abend einen offenen Himmel.“ Andreas Mischnick, Betreiber des Seniorenparks Reeswinkel, ist Schirmherr der Weihnachtstüten-Aktion und segnet die ehrenamtlichen Helfer vor ihrem Start in die Heilige Nacht.

Seit mehr als 30 Jahren gibt es diese Aktion, initiiert von Peter Osterkamp, damaliger Leiter des Amalie-Sieveking-Hauses in Lüdenscheid. An Heiligabend suchen er und seine Mitstreiter die Ärmsten der Armen auf, um ihnen eine Tüte voll mit „Überlebensmitteln“ zu schenken.

Diesmal besteht das Team aus zehn Frauen und Männern. Zwei neue Helferinnen sind dabei: Karo und Steffi. Beide möchten den Heiligabend anders verbringen als sonst, möchten helfen. So geht es allen, die dabei sind. Viele können sich das Fest gar nicht mehr anders vorstellen. Sie wollen nicht mehr nur schick angezogen am reich gedeckten Tisch sitzen, wollen dem Kommerz entfliehen und den Menschen etwas Gutes tun.

Kurz nach 18 Uhr geht es los: Die Helfer bringen die Weihnachtstüten zu den sozial schwachen, kranken und einsamen Menschen, wie es sie in jeder Nachbarschaft gibt. Teilweise erschrecken die Frauen und Männer über die Verhältnisse, die sie hinter den ganz normal wirkenden Häuserfassaden vorfinden. Am meisten berührt das Strahlen in den Kinderaugen. Die Mädchen und Jungen freuen sich über Plüschtiere, warme Strumpfhosen und Mützen.

Nach der Tour können sich die Helfer im Seniorenpark Reeswinkel an den gedeckten Tisch setzen.

In dieser Nacht bringen die Helfer auch spontan Freude zu vier Taxifahrern, die auf ihren Einsatz wartend am Bahnhof stehen, oder zu einem mehr als verwahrlosten Mann, der in der Wartehalle Unterschlupf gefunden hat. Ebenso erhält ein einsamer Mann auf der Straße eine Weihnachtstüte. Er staunt über das Geschehene und freut sich sehr. „Das ist Weihnachten“, sagt Peter Osterkamp, „ich möchte es nicht mehr anders haben.“ Gegen halb eins kehrt der Trupp zurück.

Andreas Mischnick und seine Familie haben jetzt für die Helfer den Tisch gedeckt. Sie stärken sich bei Bockwurst, Schnitzeln und Kartoffelsalat und lassen diesen Heiligabend Revue passieren. Peter Osterkamp dankt allen für die Unterstützung: „Schön, dass ihr wieder dabei gewesen seid.“

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